Frauenbund
Welches ist die Rolle der Frau?

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Welche Rolle besetzt die Frau in der Gesellschaft der Zukunft? Mit dieser Frage haben sich rund 40 Frauen beim Bildungstag des Frauenbund-Bezirks Lindenberg im Kolpinghaus in Weiler beschäftigt. «Es ist wichtig, sich Gedanken über die Zukunft zu machen und Visionen zu haben», sagte Bezirksvorsitzende Erika Ahr. Denn nur wer Visionen habe, könne etwas verändern. Als prominentes Beispiel nannte sie Martin Luther King. «Auch er hatte Träume - und heute hat Amerika einen schwarzen Präsidenten.»

Beim Austausch und beim Vortrag der Referentin Margit Uhr ging es sowohl um den persönlichen Ausblick als auch um Gedanken zur Zukunft der Frau im Hinblick auf die Familie, das Leben in den Dörfern, der Kirche und der Politik. Mehr Gleichberechtigung und eine aktivere Rolle - gerade in der Kirche - das wünschten sich viele Frauen. «Wir möchten Teilhabe am Amt, etwa durch Diakoninnen oder Priesterinnen», sagte Ahr.

Dem stimmte auch Marianne Eß aus Gestratz zu. «Die Frau sollte einen festen Platz in der Kirche haben», sagte sie. Viele Frauen seien ehrenamtlich in den Pfarreien tätig. «Die Frau ist überall wichtig, auch in der Kirche», betonte sie.

Kritisch sehen viele Frauen jedoch die derzeit diskutierte Frauen-Quote. «Es möchte doch niemand als Quotenfrau eingestellt werden», sagte etwa Ahr. Die Gleichberechtigung müsse breiter verankert sein. «Das fängt in der Partnerschaft und in den Familie an», so Ahr.

Am Herzen liegt Marianne Eß und anderen Frauen auch der richtige Umgang mit der Umwelt. «Wir legen Wert darauf, regionale Produkte zu kaufen. Wir haben auch schon einige Aktionen gestartet, um darauf aufmerksam zu machen», sagte Eß.

Für Maria Müller aus Maria-Thann (Gemeinde Hergatz) ist die Frau «die Ministerin in der Familie»: «Sie vermittelt Werte wie Ehrlichkeit und sorgt für Harmonie in der Familie», ist Müller überzeugt. Man müsse damit im Kleinen anfangen, nur so könne es dann auch in der Gesellschaft gelebt werden.

Frauenbund gibt Rückhalt

Geht es um die Rolle der Frauen, spielt für die Frauenbund-Mitglieder ihr Verband eine große Rolle. «Man hat einfach einen Rückhalt und auch einen Zusammenhalt und kann so besser Dinge wie Gleichberechtigung umsetzen», sagte Karin Schäffler aus Lindenberg. Durch den Frauenbund werde ein Bewusstsein für die Probleme geschaffen, und er gebe Mut diese anzusprechen, betonte Schäffler. Für sie sei es am wichtigsten, einen Platz zu finden, wo sie sich daheim fühle.

 

 

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