Holz
Waldbesitzervereinigung Westallgäu zählt 2023 Mitglieder

Die Waldbesitzervereinigung Westallgäu (WBV) befindet sich im Aufwand: Die Mitgliederzahl ist auf über auf 2023 gestiegen mit einer Fläche von rund 8300 Hektar. Das sagte Vorsitzender Peter Freytag bei der Mitgliederversammlung der Waldbesitzer im Dorfgemeinschaftshaus in Ellhofen.

"Es war für die Forstwirtschaft ein gutes Jahr. Es gab keine Stürme, keinen Borkenkäfer, keine Trockenheit oder ähnliche Ereignisse, die sich negativ auf den Rundholzmarkt ausgewirkt hätten oder in der Waldbewirtschaftung besondere Eingriffe oder Maßnahmen erforderlich gemacht hätten."

Die seit 57 Jahren bestehende WBV und ihre Tochter, die Forst und Holzservice GmbH, vermarktete 2011 für ihre Mitglieder rund 61 900 Festmeter (Vorjahr 59 000). Das meiste war Nadelstammholz (rund 60 900 Festmeter). Hierzu wurden 2200 Einzelpartien, einschließlich der Belieferung des Hackschnitzelheizwerk in Scheidegg mit rund 18 000 Schüttraummetern verzeichnet. Neben der Holzvermarktung sei eine gesteigerte Nachfrage nach Dienstleistungen wie Pflanzenbestellung, Beratung bei der Abwicklung kompletter Holzeinschläge und Waldpflegeverträgen festgestellt und bedient worden, bekundete Freytag.

An Forstpflanzen wurden 8020 Stück Nadelholz (unter anderen 4125 Stück Fichte und 2210 Stück Weißtanne) und fast 13 000 Laubholz (unter anderen 6485 Stück Buche und 4765 Stück Bergahorn) bei der Sammelbestellung ausgegeben.

Die Sicherheit sei zudem ein besonders Anliegen der WBV, und so wurden mehrere Motorsägekurse veranstaltet. Die Darstellung der Bedeutung der Waldbewirtschaftung unter dem Motto 'Schützen durch Nützen' seien die Schwerpunkte aller Veranstaltungen. Mit insgesamt 500 Teilnehmern bei den Waldbegängen haben die Waldbesitzer deutlich ihr Interesse daran gezeigt.

'In den vielen Versammlungen der 23 Ortsvereinigungen haben sich die Waldbesitzer klar gegen eine Flächenstilllegung im Wald ausgesprochen', sagte Freytag.

Geschäftsführer Andreas Täger konnte einen positiven Jahresbericht vorweisen. Der Bilanzgewinn über 17 000 Euro wird den Rücklagen zugeführt. Forstdirektor Dr. Ulrich Sauter vom Amt für Landwirtschaft und Forsten (Immenstadt) plädierte für den aktiven Waldumbau: 'Mischen Sie den Wald.' Doch sollte man den Tannen und Fichten 'den roten Teppich auslegen', unterstrich Dr. Sauter. Zudem gab er bekannt dass es wieder neue Fördermittel zur Waldbewirtschaftung gebe, zum Beispiel bei der Anlegung einer Christbaumplantage.

Zum Abschluss gab es einen Vortrag zum Thema 'Was kommt bei der Klimaerwärmung auf uns zu?' von Dr. Ralf Petercord, Abteilungsleiter Waldschutz an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. 'Mit der Erwärmung kommen auch neue Schädlinge in den Wald, die zu bekämpfen sind', zeigte der Referent auf.

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