Grüne
«Vor der eigenen Hütte kehren»

Neu aufgestellt hat sich der Lindauer Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen. Als gleichberechtigte Sprecher wurden bei der Mitgliederversammlung Alfons Hener und Hajo Stoll gewählt. Sie lösen Steffen Schramm und Martin Einsle ab. Die Grünen im Kreis wollen sich verstärkt der Themen vor Ort annehmen. Die Mitglieder zeigten im Gasthof «Löwen» in Niederstaufen Präsenz. Ein gutes Drittel (13 von 37) war gekommen, was Steffen Schramm schmunzelnd als «spektakuläres Ergebnis» bezeichnete.

Er gab einen Überblick über die Arbeit der letzten drei Jahre, wo es vor allem bei den Wahlen viel Einsatz der Mitglieder brauchte. «Wir haben bei einigen Veranstaltungen ganz schön gerödelt», meinte denn auch Werner Lettmaier. Alfons Hener befand, dass sich die Arbeit gelohnt habe. «Auf das gute Ergebnis können wir stolz sein», verwies er unter anderem auf die Erfolge bei der Kreistagswahl (7 Sitze) und der Landtagswahl, bei der die Grünen im Stimmkreis Lindau-Sonthofen mit 14,4 Prozent das beste Ergebnis in Schwaben einfuhren. «Mark zeigen und unangenehme Fragen stellen - das scheint beim Bürger anzukommen», so Hener.

Inzwischen würden sich die Leute gegen Lügen wehren, stellte er fest und warf der Bundesregierung vor, den Atomkonsens zur Restlaufzeit der Kernkraftwerke aufgekündigt zu haben und den Bürgerwillen nicht mehr wahr zu nehmen. Deshalb gebe es auch in Gorleben «soviel Protest wie noch nie».

Die Grünen im Kreis wollen sich allerdings in erster Linie mit den Problemen vor Ort auseinandersetzen. Statt Bundesgeschichten müsse man «vor der eigenen Hütte kehren», sagte Georg Lindl und erntete dafür Zustimmung. Angeführt wurden die Zersiedelung der Landschaft (Beispiel: Edeka Weißensberg), das Thema «Biosphärenregion Allgäu», Positionierung bei Projekten wie dem Baumwipfelpfad in Scheidegg, der Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau und der Abfahrt Schönau (B 31).

Ein Augenmerk wollen die Grünen auch auf die von Landrat Elmar Stegmann ins Spiel gebrachte leichtere Umnutzung von ehemaligen landwirtschaftlichen Gehöften werfen. Die anstehenden Themen sollen bei regelmäßigen Treffen diskutiert werden, bei denen man bürgernah «von Dorf zu Dorf ziehen» will.

Der Kassenbericht von Werner Lettmaier trug ebenfalls zur spürbaren Aufbruchstimmung bei. Schmunzelnd meinte er: «Wir können - wenn die Landes- oder Bundesregierung zurücktritt - schon wieder Neuwahlen packen.»

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