Jubiläum
Viehzuchtgenossenschaft in Oberreute feiert 100-jähriges Bestehen

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Geschäftsführer Dietmar Stoll freute sich «wie ein Kind»: Rund um das Jubiläum «seiner» Viehzuchtgenossenschaft Oberreute passte am Samstag einfach alles: strahlender Sonnenschein, viele Besucher und ein großes Interesse an der ersten Viehschau im Ort seit 63 Jahren. Sie fand aufgrund des 100-jährigen Bestehens der Genossenschaft gemeinsam mit dem seit 17 Jahren ausgerichteten Hoffest statt.

Auch organisatorisch lief alles perfekt. Nur beim Mittagessen bildete sich schnell eine lange Schlange - weit über 1000 Besucher sorgten für ein volles Festzelt und hervorragende Stimmung auf dem Hof von Barbara und Gebhard Fink.

Lange Jahre gehörte eine Viehschau zum Jahresprogramm der 1911 gegründeten Viehzuchtgenossenschaft in Oberreute. Doch 1949 endete diese Tradition. Anlässlich des Jubiläums ließen Geschäftsführer Stoll, Obmann Michael Hehle und das Vorstandsteam sie wieder aufleben - und waren selbst von der großen Resonanz überrascht.

Schon um 10 Uhr waren es Hunderte, die den Vorführwettbewerb der Kinder verfolgten. Hier hatte Preisrichterin Stefanie Steidle aus Durach nicht die Tiere zu bewerten, sondern deren Vorführer. 28 Kinder in sechs Altersgruppen zwischen vier und 14 Jahren hatten sich wochenlang darauf vorbereitet.

So wie Tamara Oexle und Susanne Stoll. Die beiden 13-jährigen hatten << riesigen Spaß >> und ihre Kälber schon am Vortag geputzt. << Das braucht viel Kraft >>, hat Tamara dabei festgestellt.

Für sie war es der erste Auftritt bei einer Viehschau. Susanne hatte dagegen schon Erfahrung: << Ich war schon mit acht bei einer Viehschau in Buchloe dabei. >> Diese Erfahrung zahlte sich ganz offenbar aus, denn am Ende wurde sie in ihrer Altersgruppe als Beste ausgezeichnet.

In die Welt der Viehwirtschaft konnten die Besucher beim Richten der Jungrinder und Kühe eintauchen. Preisrichter Christian Schild war aus dem schweizerischen Kanton Thurgau angereist und verstand es, sehr konkret die Vorzüge der einzelnen Tiere zu benennen. So erfuhren die Besucher, dass mit dem << Fundament >> einer Kuh deren Beine gemeint sind.

Und Schild sprach auch von << Vorteilen im Rahmen >>, << mehr Harmonie >> bei dem einen oder anderen Tier, einem << feineren Knochenbau >> oder schlicht von einem << Traum-Euter >>. Vom Niveau war Preisrichter Schild besonders überrascht: << Ein einziger Zuchtverein hat viele schöne Tiere gezeigt. Da war keines darunter, dass es nicht verdient hatte, bei einer Viehschau gezeigt zu werden >>.

Bürgermeister Gerhard Olexiuk bestätigte den Landwirten, << das Herzstück der Gemeinde >> zu sein. Das Fest zeige: << Die Landwirtschaft hat Zukunft. >> Landrat Elmar Stegmann dankte den Landwirten für ihren Einsatz bei der << Erhaltung der Kulturlandschaft >>.

Die große Resonanz zeige die << Verbundenheit mit der Landwirtschaft >>, so Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter. Mit Blick auf die Begeisterung, mit der die Kinder dabei waren, habe er keine Sorgen um den Nachwuchs.

Ein rundum positives Fazit zog auch Gebhard Fink, der seinen Hof für das Fest und die Viehschau zur Verfügung gestellt hatte. << Es war wunderschön. Auch am Abend. Der Krainer Express hat für Stimmung gesorgt. Das Publikum war toll. Es waren auch viele Züchter da. Wir haben bis weit nach Mitternacht gefeiert. >> Der Regen am Abend störte im Festzelt niemanden.

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