Zusammenarbeit
Vereinsmitglieder einstimmig für Gespräche mit der Allgäu GmbH

Das Konzept der Westallgäuer Käsestraße begeistert auch die Verantwortlichen der Allgäu GmbH. Deren Geschäftsführer Bernhard Joachim kam eigens zur Jahreshauptversammlung des Vereins, um die neugegründete Gesellschaft vorzustellen und um für eine mögliche Kooperation zu werben. Seine Idee: Eine Ausweitung der Westallgäuer Käsestraße auf das gesamte Allgäu. Als Partner könne die Allgäu GmbH «für Sie mehr erreichen, als dies heute der Fall ist», so Joachim. Die Reaktionen der Vereinsmitglieder fielen zwar unterschiedlich aus. Doch am Ende stand der einstimmige Beschluss, dass es in jedem Fall Gespräche mit der Allgäu GmbH geben soll.

Wichtige Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit erfülle die Westallgäuer Käsestraße bereits - und Joachim nannte Vorgaben hinsichtlich Qualität und das gentechnik-freie Arbeiten als Beispiele. Aber er erinnerte die Vereinsmitglieder auch an ihre eigenen, derzeit begrenzten finanziellen Möglichkeiten: «Die Allgäu GmbH kann Fördergelder vermitteln.» Im Leader-Topf seien entsprechende Gelder vorhanden. Die Ko-Finanzierung könnte durch die Allgäu GmbH erfolgen und würde mit zunehmender Mitgliederzahl, die bei einer Ausweitung auf das gesamte Allgäu zu erwarten sei, abnehmen. Der bestehende Verein könnte weiterhin als Projektträger fungieren: «Das wollen wir nicht selbst angehen, schließlich haben Sie das Know-how» (Joachim).

Denkbar sei eine Förderung auch im Bereich der Personalkosten - und damit eine Ausweitung der Serviceleistungen, die der Verein anbiete. Auch verwies der Geschäftsführer auf die Strukturen der Allgäu GmbH im Bereich des Prospektversandes, die der Verein nutzen könnte.

Die Vision einer «Allgäuer Käsestraße» löste bei Bernd Reck Euphorie aus: «Das wäre der Durchbruch für das Projekt. Das ist eine ganz dicke Chance», stellte der Leiter des Gästeamtes Argenbühl fest, der zu den Gründervätern der Käsestraße gehört. Denn aus seiner Sicht fehle es dem Produkt bislang an Professionalität. Diese sei bei einer Zusammenarbeit möglich.

Auch der Vorsitzende des Vereins Westallgäuer Käsestraße, Herbert Zinth, betonte, dass beide Seite profitieren könnten. «Aber das Herz einzelner Mitglieder hängt mehr an der Westallgäuer Variante», so Zinth. «Mit im Boot der Allgäu GmbH zu sitzen, wäre eine große Chance, aber wir wollen unsere Identität nicht aufgeben», betonte er.

Mit dem 2. Vorsitzenden Bernd Baur meldete sich auch ein Senner zu Wort. Er verwies darauf, dass manche Käsesorte aufgrund von Großmolkereien «zum billigen Ramschprodukt» geworden seien. Wenn auch diese Betriebe mit dem Allgäu-Logo werben und ihre Produkte in Discountern vertreiben könnten, wäre das «kontraproduktiv», so Herbert Zinth. Er regte an, dass der Vorstand in aller Ruhe das Für und Wider einer Zusammenarbeit zu Papier bringen sollte. Das hießen die Mitglieder ebenso für gut wie weitere Gespräche, darüber wie die Zusammenarbeit aussehen könnte.

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