Suchtkrankenhilfe
Unermüdlich im Kampf gegen die Droge Nummer 1 - den Alkohol

Er hat die Suchtkrankenhilfe im Westallgäu etabliert. Rudi Meurer, 25 Jahre lang Vorsitzender (1978 bis 2003) des Freundeskreises Westallgäu, feierte seinen 70. Geburtstag im «Adler»-Saal Oberreute mit 150 geladenen Gästen, Familie, Freunden, Verwandten und Wegbegleitern, von Pfarrer i.R. Klaus Baumgärtel bis zu Dr. Josef Heine, dem Leiter der Fachklinik Schönau.

«Ich kann mich noch selber rasieren», spotteteder Ehrenvorsitzende über sich selbst. «Ich sehe nicht aus wie 70 und fühle mich auch nicht so», stellte der «Kölsche Jung» fest. Der in Troisdorf im Rheinland geborene Meurer, der seit Mitte der Sechzigerjahre im Westallgäu daheim ist, hat Pionierarbeit in der Suchtkrankenhilfe geleistet, nachdem er sich selbst aus der Alkoholabhängigkeit befreit hatte.

An die 2000 Menschen hat der gelernte Kaufmann in der Sucht begleitet, Mut gemacht, und mitgeholfen, von der Droge Alkohol loszukommen. Diese ehrenamtliche Arbeit wurde mit der Landkreismedaille und mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt.

Daran erinnerte auch der Landtagsabgeordnete Eberhard Rotter, der Meurer bescheinigte, stolz sein zu können, auf das was er geschaffen habe. Meurer war elf Jahre stellvertretender Bundesvorsitzender; mit Beppo Meier (Neumarkt) gründete er die Landesarbeitsgemeinschaft Suchtkrankenhilfe (heute ist er Ehrenpräsident).

Nicht das Rauschgift sei die Droge Nummer 1 sondern der Alkohol - Rudi Meurer wurde nie müde, davor zu warnen und dagegen zu kämpfen. «Mach mit ohne Sprit» - das Motto des Freundeskreis-Standes auf dem Lindenberger Stadtfest soll kurz und bündig klar machen, dass man auch ohne Alkohol fröhlich sein kann und feiern - Paradebeispiel ist Rudi Meurer selbst, der immer mit Optimismus und Humor ans Werk ging.

Genauso lustig ging es auf der Bühne zu. Ob bei der «Dankesmesse» oder den «drei Tenören», wobei Meurer, erster Tenor im Liederkranz Heimenkirch, zur Gaudi des Publikums mitsang.

Nach 28 Jahren bei der Firma Hochland, ist Meurer seit zehn Jahren im (Un-)Ruhestand. Reiselustige Westallgäuer kennen den Weilerer als Reisebegleiter auf inzwischen mehr als 70 Kreuzfahrten.

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