Arbeitsmarkt
Über 800 freie Stellen gemeldet

Gute Nachrichten zu Jahresbeginn von der Arbeitsagentur: Die Arbeitslosenzahl im Landkreis ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Zwar stieg sie im letzten Quartal 2010 leicht an, doch mit 1348 Menschen (Stand: Dezember 2010) sind 348 weniger arbeitslos gemeldet als noch im Dezember 2009.

Albert Thumbeck, Geschäftsführer der Lindauer Arbeitsagentur, blickt zufrieden zurück: «Das Jahr 2010 verlief relativ gut. Wenn man die Quoten der vergangenen sechs Jahre betrachtet, fällt auf, dass es nur 2008 besser lief.» Die Konjunktur habe sich schnell erholt, was sich auch auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt hat. «Vor allem die Kurzarbeit hat geholfen», so Thumbeck.

76 Betriebe aus dem Landkreis hätten 2010 Kurzarbeit angemeldet, rund vier Millionen Euro Kurzarbeitergeld sei geflossen. Außerdem ist die Zahl an freien Stellen laut Thumbeck «wahnsinnig» hoch. Im Dezember waren es 819, innerhalb eines Monats gingen über 300 freie Stellen ein. Wobei in dieser Statistik einzelne Stellen mehrfach auftauchen, da sie von mehreren Personaldienstleistern gemeldet werden.

Sorgenkinder bleiben die älteren, arbeitslosen Menschen. Im Dezember waren 432 Arbeitslose zwischen 50 und 65 Jahre alt, das ist fast ein Drittel der Gesamtzahl. Auffällig ist, dass diese Gruppe kaum vom Aufschwung profitiert. Nur 32 von ihnen konnten zwischen Dezember 2009 und 2010 in den Arbeitsmarkt integriert werden. Thumbeck: «Die Einstellung der Arbeitgeber muss sich ändern, was die älteren Arbeitslosen betrifft. Es gehört zur Personalpolitik vieler Unternehmen, sich gerne von den Älteren zu trennen».

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen (288, rund 21 Prozent) und der Ausländer ohne Arbeit (292, rund 22 Prozent) sinkt langsamer als die Gesamtzahl.

Und: Zwar halten sich Männer und Frauen im Dezember die Waage, im Verlauf des vergangenen Jahres fanden aber doppelt so viele Männer aus der Arbeitslosigkeit wie Frauen.

Laut Thumbeck florieren im Landkreis momentan vor allem die Bereiche Lebensmittel (Industrie und Produktion), Hotel- und Gaststättengewerbe und Metall- und Elektroindustrie. Im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im kaufmännischen und administrativen Bereich sieht es noch nicht ganz so positiv aus.

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