November 2019
Special November SPECIAL

all-in.de-Video
Trauermonat November: Wenn die Dunkelheit auf die Stimmung schlägt

Trauer (Symbolbild)

Die dunkle Jahreszeit steht wieder unmittelbar bevor. Ungemütliche Temperaturen, weniger Tageslicht und Regen oder Schnee: Da ist es manchmal gar nicht so leicht, dass sich die eigene Stimmung nicht auch anfängt zu trüben.

Wenn die Abende länger werden, bleibt viel Zeit, sich mit sich selbst und dem Leben zu beschäftigen. Pater Bernward Deneke, Präfekt im Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad, bringt das in Zusammenhang mit dem Jahresrhythmus der Natur. Der Herbst zeigt die Vergänglichkeit, die Natur kommt zur Ruhe. Viele Menschen richten in dieser Zeit ihre Gedanken auf das Ende des Lebens, auf persönliche Schicksale, manchmal auch auf den Tod.

Daher kommt die Tradition, im November der verstorbenen Angehörigen zu gedenken. Familienmitglieder richten die Gräber her, legen Kränze nieder und stellen Grablichter auf. Ebenso wie das Weihwasser sprengen sind das alles Bräuche, um die eigene Trauer zu bewältigen und etwas Licht in diese dunkle Zeit zu bringen. Ein schön geschmücktes Grab drückt die Verbundenheit zum Verstorbenen aus.

Menschen, die in dieser Zeit besonders mit Schwermut kämpfen und herumgrübeln, rät der Pater, sich nicht gegen den Verlauf des Jahres zu stemmen, sondern die Jahreszeiten als das zu nehmen, was sie sind. So können Betroffene die Ruhe im Herbst und Winter dafür nutzen, sich Gedanken zum eigenen Leben zu machen und die schönen Seiten dieser Zeit zu erkennen. Laut Pater Deneke kann man den Trauermonat dazu nutzen, sich mit Verwandten zu treffen und gemeinsam an die Angehörigen zu denken.

Pater Deneke, der für das Vorbereitungsjahr zukünftiger Priester im Priesterseminar zuständig ist, bereitet die Novizen auch auf diese heikle Zeit vor. Allerdings sind keine auswendig gelernten Trostsprüche so hilfreich, wie Anteilnahme durch eigene Erfahrungen, erzählt Deneke: Wenn man selber da nur wie ein kalter Funktionär davorstünde, käme das sicher nicht so zu dem anderen, als wenn man wirklich betroffen ist. Es ist für einen selbst aufbauend, dass man Trost spenden kann und dann auch den Sinn der eigenen Existenz, des eigenen Berufs erkennt.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2019