Dorferneuerung
Teerhaltiges Material in Ellhofen gefunden - Entsorgung kostet rund 100 000 Euro

Die Entsorgung des teerhaltigen Materials, das bei Aushubarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung Ellhofen gefunden worden ist, hat nicht nur für einen zweiwöchigen Stillstand auf der Baustelle gesorgt, sondern verursacht auch Mehrkosten. Darüber informierte Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph den Gemeinderat Weiler-Simmerberg, der der grundsätzlichen Übernahme eines Betrages in noch unbekannter Höhe einmütig zustimmte. 'Es bleibt uns ja nichts anderes übrig. Die Bauarbeiten haben schon begonnen', meinte dazu Gerd Ilg.

Um wie viel die Maßnahme teurer wird, ist noch unklar. Als 'ganz grobe Schätzung' nannten Rudolph und Bautechniker Helmut Merath eine Summe von 100 000 Euro.

Da die Mehrkosten zur Hälfte förderfähig seien, läge der Gemeindeanteil wohl bei rund 50 000 Euro. 'Unser Bestreben ist, dass wir noch weiter runter kommen, aber zaubern können wir auch nicht', meinte der Bürgermeister dazu.

Im Rahmen der Dorferneuerung werden der Dorfplatz neu gestaltet und die Amtshausstraße mit den Anschlüssen Neideggstraße und Tobeläcker saniert. An verschiedenen Stellen im Ortskern wurde kontaminiertes Material mit unterschiedlich hoher Belastung gefunden. 'Teer war damals Usus', so Rudolph. Bis in die 70er Jahre sei das Material im Straßenbau verwendet worden.

Mittlerweile hätten sich aber die Umweltgesetzt verschärft: Teer darf nicht mehr verwendet und muss speziell entsorgt werden.

Auf der Baustelle in Ellhofen sind Proben entnommen und mittlerweile chemisch untersucht worden. Die höchste Belastung trat laut Rudolph auf in den Bereichen Alten Schule, Dorfplatz, Brunnenweg und Ecke Osterholzstraße. 'Damit hat überhaupt keiner gerechnet.'

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