Haushaltsberatung
Straße zur Hammermühle soll saniert werden

Die Haushaltspläne der Marktgemeinde Heimenkirch sind über einige Jahre geprägt vom Großprojekt Ortskernentwicklung. Um wie geplant den Durchgangsverkehr um das Dorfzentrum herumzuleiten und über die Bahnhofstraße zu führen, müssen nicht nur Häuser gekauft und abgerissen sowie Bewohner und Betriebe umgesiedelt werden. Es fallen auch immer wieder Kosten für Architekten und Ingenieure an, die die Wünsche von Bürgern und Gemeinderat in Pläne umsetzen. In seiner Vorberatung des Haushaltsplans 2011 ging der Haupt-, Personal und Finanzausschuss des Marktgemeinderats diese Kosten durch. Er diskutierte aber auch andere Projekte und Notwendigkeiten, die trotz der großen Anstrengungen für den Ortskern nicht außer Acht gelassen werden dürfen. So kamen die Verkehrssicherheit für Schüler und der Zustand verschiedener Gemeindestraßen zur Sprache.

Albert Lau erinnerte daran, dass einige Streckenabschnitte nach jedem Winter in noch schlechterem Zustand sind. «Wir können nicht immer nur flicken.» Für dringlich hält er die Straße zwischen Spenglerei Reichart und Hammerschmiede.

Bürgermeister Markus Reichart fragte Albert Lau in seiner Funktion als Vertreter der örtlichen Flurbereinigung, inwieweit diese sich an den Kosten beteiligen könne. «Das geht grundsätzlich schon. Die Mittel sind da», lautete die Antwort. Laut Lau steht für die Erneuerung dieser Straße auch noch die Zustimmung der Bahn aus.

Die Ausschussmitglieder nannten in einer groben Schätzung Baukosten in Höhe von 150000 Euro. Die Flurbereinigung fördere die Maßnahme mit 60 Prozent, erläuterte Albert Lau. Deshalb empfahl der Ausschuss, 60000 Euro für die Erneuerung dieser Straße im Haushalt einzustellen.

Auf eine Gefahr für Schulkinder wies Angela Feßler hin. Auf Höhe des ehemaligen Alpenhofs in der Kemptener Straße überquerten täglich 20 bis 25 Kinder die B32. Eltern wünschten sich an dieser Stelle einen Fußgängerüberweg, so Feßler. Nach Auskunft des Staatlichen Bauamts Kempten, sei hier jedoch höchstens eine Querungshilfe möglich, also eine Verkehrsinsel, die Fußgängern beim Überqueren einen Zwischenstopp zwischen beiden Fahrbahnen ermöglichen.

Bürgermeister Markus Reichart informierte, dass das Thema bereits im Jahr 2009 auf dem Tisch lag. Das Straßenbauamt beteilige sich an den Kosten einer Querungshilfe zur Hälfte. «Ich habe heute einen Brief an die Behörde rausgeschickt mit der Bitte um die nötigen Unterlagen», so Reichart. Er schlug vor, im Finanzplan für das Jahr 2012 30000 Euro für diese Maßnahme vorzusehen.

Die Ortskernentwicklung Heimenkirch schlägt sich in vielen Positionen von Haushalt und Finanzplan nieder. Etwa 200000 Euro kostet der Umbau des alten Bauhofs in ein Betriebsgebäude. Hier soll eine Firma unterkommen, die sich aktuell in der Bahnhofstraße befindet und deren Gebäude für die Straßenverlegung abgerissen werden muss. Die Kosten für den Umbau waren schon im Haushalt 2010 berücksichtigt, hier allerdings um 50000 Euro niedriger.

Kämmerer Georg Bockhart wird versuchen, für den Umbau des alten Bauhofs Zuschüsse zu erhalten. «Ob wir welche bekommen, ist fraglich», sagte er im Finanzausschuss. Für den Abriss zweier Gebäude in der Bahnhofstraße sind 25000 Euro eingeplant.

30000 Euro stehen im Haushaltsentwurf 2011 für die Ortskernsanierung bereit. Dabei geht es um die Maßnahmen, die nach der Verlegung der Bundesstraße anstehen, also um die Zeit nach 2012. Es sei aber gut möglich, dass schon heuer Planungskosten anfielen.

Der Finanzausschuss legt den ausführlich diskutierten Haushaltsentwurf dem Gemeinderat zum Beschluss vor. Die Abstimmung darüber ist für die März-Sitzung vorgesehen.

 

Die Straße zur Hammermühle soll saniert werden. Der Markt Heimenkirch hat aber auch noch andere Baustellen. Foto: Matthias Becker

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