Überraschung
Sportverein Opfenbach schießt 25000 Euro für Halle zu

Stellvertretender Bürgermeister Helmut Forster verschlug es fast die Sprache. «Ich bin überwältigt», sagte der erfahrene Kommunalpolitiker. Denn Vergleichbares hatte er bislang noch nicht erlebt. Der Turn- und Sportverein (TSV) Opfenbach überraschte ihn bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend mit der symbolischen Übergabe einer 25000 Euro-Spende. Neben diesem finanziellen Beitrag zum geplanten Kultur- und Sportzentrum kündigte TSV-Vorsitzender Klaus Vörös auch umfangreiche Unterstützung des Bauprojekts durch Eigenleistungen der Mitglieder an.

Der TSV hatte vor fünf Jahren erstmals laut über die Probleme mit der zu kleinen Sporthalle in Opfenbach gesprochen und damit die Überlegungen zu einem Um- oder Neubau ins Rollen gebracht. «Damals wurden wir durchaus belächelt», erinnerte sich der zweite Vorsitzende Rainer Wiedemann. Zwischenzeitlich stehen auch die anderen betroffenen Vereine, voran die Musikkapelle, der Trachtenverein und der Theaterverein, hinter den Umbauplänen.

Der TSV sei sich stets der «erheblichen finanziellen Belastung für den Gemeindehaushalt» bewusst gewesen. Aber: «Es ist der einzig richtige Weg, die Gemeinde für sportliche und andere Aktivitäten fit zu machen» (Wiedemann). Im Vereins-Haushalt sei mit Blick auf das Projekt in den letzten Jahren ein Sparkurs gefahren worden, um Rücklagen für den Bau zu bilden. Nun war es soweit: 25000 Euro übergaben Wiedemann und Vörös an die Gemeinde - «zweckgebunden für den Sporthallen-Bereich».

Zudem versicherte Vörös mit Blick auf anstehende Eigenleistungen: «Wir stehen bereit und haben unsere Hausaufgaben gemacht». Nun hofft Vörös, dass mit dem Um- und Neubau bald begonnen wird: «Ich wünsche mir eine zeitnahe Entscheidung. Ich wäre bei der Halleneinweihung eigentlich noch gerne dabei.»

Ein «Wir-Gefühl» ist gefragt

Helmut Forster verwies auf die genehmigungsfähige Planung. Die notwendigen Grundstücke konnten durch Tausch inzwischen in den Besitz der Gemeinde gebracht werden. «Jetzt können wir die Planung beim Landratsamt einreichen», berichtete Forster. Liege die Baugenehmigung vor, könne mit der Werkplanung begonnen werden.

Auf konkrete Termine ließ sich Helmut Forster zwar nicht festlegen, aber: «Es sieht sehr gut aus, dass das Kultur- und Sportzentrum in nächster Zeit realisiert werden kann». Nun sei es wichtig, dass in der Gemeinde ein «Wir-Gefühl» entstehe und alle hinter dem Projekt stehen: «Sonst funktioniert es nicht.»

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