Einweihung
Sporthalle in Oberreute mit Schulräumen und Schützenheim gesegnet

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Die Buben und Mädchen der Grundschule brachten es in ihrem Begrüßungslied auf den Punkt. 'Alle Leute freun sich heute, hier und in ganz Oberreute'. Mit einem großen Fest hat die 1650-Einwohnergemeinde gestern ihre neue Sporthalle samt Räumen für die Schule und einem Schützenheim eingeweiht. Bürgermeister Gerhard Olexiuk sprach von einem 'historischen Tag'.

Mit der Einweihung des Gebäudes erhält Oberreute erstmals eine richtige Sporthalle. Aber nicht nur das. Direkt zwischen Schule und Kindergarten sind Räume für die Mittagsbetreuung entstanden, samt Lernwerkstatt und einem überdachten Pausenbereich. 'Die Attraktivität von Oberreute ist weiter gestärkt worden', fasste Bürgermeister Olexiuk die Bedeutung zusammen.

Fast genau 20 Monate ist an dem größten Bauvorhaben in der Geschichte der Gemeinde Oberreute gebaut worden. Mehr als 200 Helfer haben ehrenamtlich Hand angelegt, vom Abriss des alten Geräteraumes bis hin zur Endreinigung der neuen Halle. Über 7000 Stunden Fronarbeit sind so zusammen gekommen. Dafür zollte Olexiuk den Helfern 'Respekt und Anerkennung.'

Mit dem Bau ist ein 'lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen' (Olexiuk). Das gilt besonders für den Sportverein. Seit er 1967 gegründet wurde, zieht sich der Bau einer Sporthalle 'wie ein roter Faden durch die Vereinsgeschichte', wie der Vorsitzende Martin Höbel erklärte. Entsprechend groß war die Freude gestern bei ihm und einem großen Teil der über 600 Mitglieder. Über 3900 Stunden hatten sie an und in der Halle gearbeitet. Auf 12 Kilometer erstreckt sich allein die Länge der Bretter, die Freiwillige des SVO gestrichen haben.

'Für die Helfer ist es nicht nur eine Sporthalle, sondern ein besonderes Schmuckstück, auf das wir unheimlich stolz sind', beschrieb Höbel die Bedeutung des Gemeinschaftswerkes und sprach vom Beginn einer neuen Ära: Die neue Sporthalle eröffnet dem Verein 'ganz viele neue Möglichkeiten'.

Gerätturnen, Volleyball, Badminton, Slackline und Klettern nannte Höbel als Beispiele für neue Angebote. Die Halle ist für den Chef des Sportvereins aber auch Verpflichtung. 'Für uns beginnt jetzt die Herausforderung, das neue Gebäude mit Leben zu erfüllen. Dieser Herausforderung werden wir uns stellen und den Verein in eine positive Zukunft führen'.

Teils über 200 Stunden gearbeitet

Ähnlich viel Eigenleistung brachten die Schützen mit ein. Herbert Achberger sprach von über 3100 Stunden. Ursprünglich seien 40 Stunden je Mitglied kalkuliert worden. 'Am Ende wurden es 60, 80, teils über 200 Stunden', so der Schützenmeister. Der Einsatz hat sich gelohnt, ist er überzeugt: 'Ohne überheblich zu werden, können alle Beteiligten stolz auf dieses Bauwerk blicken'.

Alle Redner loben die Helfer

Für den immensen ehrenamtlichen Einsatz erhielten die Helfer Lob von allen Seiten. Landrat Elmar Stegmann wertete den unentgeltlichen Einsatz als Beweis für den 'Zusammenhalt in den Vereinen und der Gemeinde'.

Und er nannte Oberreute als Musterbeispiel dafür, was eine Gemeinde tun kann, um für junge Menschen attraktiv zu bleiben. 'Beispielgebend' ist das Gemeinschaftswerk auch für den Landtagsabgeordneten Eberhard Rotter. 'Man kann den Nachbargemeinden nur raten, schaut es auch an.'

In der Größenordnung eines Dorfes wie Oberreute funktioniere die ehrenamtliche Arbeit noch. 'Mit dem richtigen Mann an der Spitze, dem richtigen Gemeinderat und starken Vorsitzenden in den Vereinen' (Rotter). Und auch der Schulleiter Manfred Heißenstein sprach mit Blick auf den 'Teamgeist', den Gemeinde, Schule, Eltern und Vereine bewiesen hätten, von einer 'intakten Dorfgemeinschaft'.

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