Unternehmen
Scheidegger Demmel AG wird als Öko-Pionier erneut nach Öko-Audit zertifiziert

1995 war die Demmel AG das erste Unternehmen im Landkreis und zugleich eines der ersten in Deutschland, das sich am Öko-Audit 'EMAS' beteiligt hat. Alle drei Jahre gilt es seither, die Zertifizierung zu erneuern.

Und das gelang jetzt erneut, so das IHK-Regionalgeschäftsführer Markus Anselment die Urkunde übergeben konnte - und das mit sichtlicher Freude, denn mit Rolf Tämmerich, Technik-Vorstand bei Demmel, traf er einen Pionier wieder, der schon 1995 im damaligen IHK-Arbeitskreis Umweltschutz mitgearbeitet hat.

390 Tonnen CO2 gespart

Anselment lobt, 'dass Demmel dran bleibt' am Thema Umweltschutz. Für ein produzierendes Unternehmen sei das Engagement 'herausragend', habe es sich doch in besonderer Weise einem nachhaltigen Wirtschaften zu stellen.

Sowohl Tämmerich als auch der Leiter der Demmel-Betriebsorganisation, Armin Jocham, betonten bei der Übergabe, dass der Umweltschutz im Unternehmen kein Thema sei, 'das nur heute auf der Tagesordnung steht'. Wichtig sei, dass die damit verbundenen Grundgedanken in das tägliche Arbeitsleben einfließen. Hier seien alle Mitarbeiter gleichermaßen gefordert, so Tämmerich.

Die drei Jahre seit dem letzten Audit hat Demmel für zahlreiche Maßnahmen genutzt. So wird das Werk in Scheidegg inzwischen nicht mehr mit Gas geheizt. Stattdessen erfolgte der Anschluss an das Fernwärmenetz der Marktgemeinde. Da somit mit Biomasse geheizt wird, spart Demmel 390 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Das sei zwar mit höheren Kosten verbunden, aber Teil des Umweltengagements von Demmel, so Tämmerich.

Auch im Bereich der Abfallreduzierung war das Unternehmen nicht untätig. Durchaus auch aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus, denn: 'Ein Teil des Abfalls war bislang Ausschuss', so Rolf Tämmerich. Ihn zu reduzieren, bedeute letztlich mehr Umsatz, da mehr Produkte zum Verkauf stehen. Nicht zuletzt wurde die Eloxal-Produktionsstraße mit ihren galvanischen Bädern modernisiert. Hier wird nun weniger Wasser benötigt.

Ausruhen will sich Demmel auf dem Erreichten aber nicht. Bereits erfolgt sei eine umfassende Energieberatung. Hier sollen konkrete Maßnahmen folgen. 'Das wird ein Schwerpunkt in den kommenden drei Jahren', kündigt Achim Jocham an. Mancher Arbeitsprozess sei zu verändern.

Doch sehen er und Tämmerich nicht nur die mögliche Kosteneinsparung: Als energieintensives Unternehmen 'wollen wir einen Beitrag zu weniger Energieverbrauch, aber auch zu einer Senkung der Spitzenlast leisten', so Tämmerich. Auch im Bereich Farben und Lacke forsche Demmel weiter, um den Lösungsmittel-Anteil zu senken oder ganz auf Lösungsmittel verzichten zu können.

Ob sich das Engagement für das EMAS-Zertifikat in neuen Aufträgen niedergeschlagen hat, kann Tämmerich nicht sagen. Aber: 'Viele unserer Kunden setzen das Zertifikat inzwischen voraus. Ohne EMAS hätten wir manchen Kunden verloren.'

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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