Auferstehungskirche
Professor Kraus spricht in Scheidegg anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Auferstehungskirche

Im Juni 1963 wurde die Auferstehungskirche in Scheidegg geweiht und die besonderen Veranstaltungen anlässlich dieses 50-Jahr-Jubiläums verteilen sich über das ganze Jahr 2013. Den Auftakt mit einer besonderen Predigten machte am gestrigen Sonntag Professor Dr. Wolfgang Kraus aus Saarbrücken.

Während des Studiums in Neuendettelsau haben sich Pfarrerin Ingrid Ossig und der Gastprediger kennengelernt.

Der Universitätsprofessor an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, Lehrstuhl für Neues Testament, ist neben anderen Mitgliedschaften Theologischer Berater und Vorsitzender der Theologischen Arbeitsgemeinschaft 'Begegnung von Christen und Juden, Verein zur Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, e.V. (BCJ.Bayern)'. Dieser Aufgabe widmete sich auch der verstorbene Mann von Pfarrerin Ossig und so blieb die Verbindung bestehen.

Schon der Vortrag am Vortag mit dem Thema: 'Zeitbedingtheit und bleibende Gültigkeit neutestamentlicher Texte' stieß nach Aussage von Pfarrerin Ossig und Vikar Christoph Burger auf reges Interesse und bot Gelegenheit zu Diskussion und Gedankenaustausch.

'Der Referent hat die seltene Gabe, theologische Inhalte besonders verständlich und interessant vorzutragen' steht in der Einladung, und davon konnten sich die Gottesdienstbesucher überzeugen.

Es ging um einen Text aus dem 1. Brief an Timotheus: 'So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen.

' Kraus wies auf die zentrale Aussage des Textes hin: 'Gott will alle' und fordert damit zum Innehalten auf: Wirklich alle? Auch die, die nicht glauben, die notorischen Sünder, die Verbrecher und Massenmörder? Ist dieses 'Gott will' vielleicht so gemeint, das wir es eben auch wollen müssen.

Der Theologe gibt als Hilfestellung zum Weiterkommen den Hinweis auf andere Textstellen im Neuen Testament und eindeutige Belege, wonach am Ende Gericht gehalten wird und es nicht gleichgültig ist, wie Menschen gelebt haben.

An den Schluss der Predigt stellte Kraus drei kurze Antworten auf die anfangs der Predigt formulierte Frage: Wer wird gerettet und wer nicht? Und die Frage am Schluss: Was sollen wir tun? Hoffen! Beten! Handeln!

Der württembergische Theologe Christian Gottlob Barth habe es einmal so ausgedrückt: 'Wer nicht auf die Errettung aller hofft, der ist ein Ochs. Wer sie aber als dogmatischen Lehrsatz vertritt, der ist ein Esel'. 'Gebe Gott, dass wir weder Ochs noch Esel sind, sondern hoffnungsfroh mit Gott unseren Weg gehen in der Gewissheit: Gott will alle', setzte Kraus als Schlusspunkt seiner Predigt.

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