Brauchtum
Preisverleihung an die Sieger des Maibaumwettbewerbs

Den hohen Stellenwert, den der Westallgäuer der Brauchtumspflege beimisst, stellte der Leiter der Lokalredaktion, Peter Mittermeier, bei der Preisverleihung des Maibaumwettbewerbs 2011 heraus. «Den Titel Heimatzeitung führen wir bewusst.» Im Biergarten des Meckatzer Bräustübles überreichte Mittermeier am Samstag den Siegermannschaften die Urkunden, «für die Erhaltung und Förderung der Maibaum-Tradition».

Gewonnen hat, wie berichtet, der außerordentlich schöne Maibaum der Feuerwehr Maria-Thann. Vorjahressieger Gestratz (Trachtenverein und Musikkapelle errichten den Baum gemeinsam) war mit dem zweiten Platz sehr zufrieden und der Trachtenverein Oberreute ist stolz auf seinen dritten Platz.

Die Preise (100, 50 und 25 Liter Bier oder alkoholfreie Getränke für ein Vereinsfest) überreichte Franz Kirchmann von der Meckatzer Löwenbräu, die den Wettbewerb zusammen mit der Heimatzeitung zum zweiten Mal ausrichtete und das anschließende Weißwurstfrühstück spendierte.

Kreisheimatpfleger Werner Dobras verriet seinen großen Traum, dass alle Maibäume dereinst (wieder) per Hand aufgestellt werden. Im Moment seien es lediglich fünf im Landkreis. << Mit 180 Euro Prämie ist jeder auf der sicheren Seite >>, hat er sich bei Versicherungen kundig gemacht.

Dobras erwähnte, der erste Maibaum sei im 13. Jahrhundert in Aachen aufgestellt worden. Das sei aktenkundig geworden, weil es sogleich Ärger mit dem Pfarrer gegeben habe, der den Stamm beseitigen ließ. 1924 wurde in Oberreitnau das erste Schmuckstück im Kreis Lindau aufgestellt und - nach dem Missbrauch im Dritten Reich - konnte vor genau 60 Jahren, 1951, das erste Prachtexemplar nach dem Krieg in Oberreute bewundert werden. Heute prägen Maibäume in jeder Westallgäuer Gemeinde das Ortsbild.

Voraussichtlich Anfang August wird der Siegerbaum in Maria-Thann wieder entfernt und gelagert, damit die frisch bemalten Schilder << noch etwas länger halten >>, wie Benjamin Späth von der Freiwilligen Feuerwehr verriet. Auch Gestratz wird seine Zier im Sommer abbauen. << Die Dolde an der Spitze wird dann unansehnlich >>, bemerkte Arthur Prinz von der Musikkapelle. In Oberreute, so Stefan Achberger, wird der Trachtenverein das Erntedankfest abwarten. Das ist der gebräuchliche Termin für das Umlegen der Maibäume.(ado)

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