Festgottesdienst
Pfarrgemeinde St. Blasius Weiler weiht die neu restaurierte Steinmeyer-Orgel

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Mit einer über zweistündigen Festmesse feierte die Kirchengemeinde St. Blasius gestern die Weihe ihrer restaurierten Steinmeyer-Orgel. Der neue Bischof von Augsburg, Konrad Zdarsa, war zu diesem Anlass ins Westallgäu gekommen.

Pfarrer Frank Schneider eröffnete den Gottesdienst mit dem Satz: «Es ist die Kirchenmusik, die deutlich macht, dass der Mensch geschaffen ist zur Ehre Gottes.» Passend dazu spielte die Kirchenmusik eine gewichtige Rolle bei diesem Gottesdienst: Rund 110 Sängerinnen und Sänger aus dem Westallgäu und Unterschleißheim und ein 45-köpfiges Orchester, vorwiegend bestehend aus Mitgliedern des Westallgäuer Kammerorchesters und Lehrkräften der Musikschulen, führten die Cäcilien-Messe von Charles Gounod (1818 bis 1893) auf. Obwohl das romantische Werk fast 55 Minuten in Anspruch nahm, wurde es von den Gottesdienstbesuchern als kurzweilig empfunden - so wuchtig und dramatisch ist diese üppige Komposition.

Chor und Orchester unter Stabführung von Thomas Novy füllten mühelos den Kirchenraum von St. Blasius und arbeiteten die Ausdruckskraft der Gounodschen Musik schön heraus. In dieser Messe scheint Gounod zu Ehren von Cäcilia, der Schutzpatronin der Kirchenmusik, alles aufzubieten, was romantischer Klangreichtum hergibt: sphärisch anmutende, lyrische, elegische wie triumphierende Sequenzen reihen sich aneinander und halten die Spannung vom ersten bis zum letzten Takt aufrecht.

Nachdem Bischof Konrad Zdarsa die Orgel von St. Blasius zu Beginn des Gottesdienstes geweiht hatte, konnten sich die Kirchgänger vom Ergebnis der Restauration überzeugen.

Die Organisten Michael Schwärzler und Dominik Bernhard stellten die Steinmeyer-Orgel als bewegliches, sensibles Instrument mit warmer, voluminöser Stimme und vielfältigen Klangfarben vor.

In seiner Predigt ging Bischof Zdarsa unter anderem auf die Wirkung der Orgel als Instrument ein. Sie könne dem Menschen helfen, Ruhe zu finden und neuen Mut zu fassen. Die Orgel habe zwar keine «magischen Fähigkeiten», könne aber als Botschafterin göttlicher Menschenliebe erfahren werden.

Zur Feierlichkeit der Messe, die mit dem Bischof Pfarrer Frank Schneider, Dekan Franz Muck aus Unterschleißheim und Pater Stefan Kling vom Amt für Kirchenmusik in Augsburg konzelebrierten, trugen neben der Kirchenmusik auch die Fahnenabordnungen örtlicher Vereine, die fast zwei Dutzend Ministranten, die in vielen Teilen gesungene Liturgie, Wechselgesänge und der üppig verteilte Weihrauch bei.

Freundlicher Ausdruck

Am Ende des Gottesdienst würdigte Bischof Zdarsa alle, die an der überwältigenden Aufführung der Gounod-Messe mitgewirkt hatten. «Für Gottes Ehre ist das Beste gerade gut genug - ein herzliches Vergelts Gott!», schloss er seine Dankesworte. Beim Auszug durch die Bankreihen der Pfarrkirche St. Blasius segnete der Bischof die Gläubigen zur Rechten und zur Linken. Dabei erhielt sein sonst ernst blickendes Gesicht einen warmen, freundlichen Ausdruck. » siehe auch Allgäu-Rundschau

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