Gutachten
Ortsmitte in Heimenkirch wird dank Straßenverlegung deutlich ruhiger

Unter dem Aspekt Lärmschutz gibt es in Heimenkirch viele Gewinner, wenn im nächsten Jahr der Durchgangsverkehr durch die Ortsmitte von der Lindauer- in die Bahnhofstraße verlegt wird. Das geht aus einem Lärmschutzgutachten hervor, das Bürgermeister Markus Reichart dem Gemeinderat erläuterte. Aber es gibt auch ein paar Verlierer.

Messungen der aktuellen Lärmschutzbelastung im Heimenkircher Ortskern und Berechnungen des Geräuschpegels, wie ihn der Verkehr nach Verlegung der Bundesstraße verursachen wird, fördern ein klares Bild zutage: Fast alle Bewohner der Ortsmitte sind künftig weniger Lärm ausgesetzt als jetzt.

Nur folgende Gebäude werden stärker belastet: das Paul-Bäck-Haus, das Feuerwehrhaus, das im alten Feuerwehrhaus entstehende Gewerbegebäude und das Gebäude der Raiffeisenbank. Ihre Lärmbelastung liegt über dem amtlich vorgegebenen Schwellenwert.

Tätig werden muss der Markt Heimenkirch aber nur beim Haus der Raiffeisenbank, weil sich hier neben Bankräumlichkeiten auch Wohnungen befinden. << Wir müssen passive Lärmschutzmaßnahmen durchführen >>, erklärte Bürgermeister Reichart. Das heißt, es müssen je nach Lage und Raumnutzung Lärmschutzfenster unterschiedlichen Standards eingebaut werden.

Auf Wunsch von Bewohnern können auch Balkone verglast werden. Eine aktive Lärmschutzmaßnahme, das heißt die Errichtung eines Walls, ist nicht gefordert.

Schon vor der Gemeinderatssitzung wurden die im Ortskern wohnenden Bürgerinnen und Bürger auf einer Anwohnerversammlung über die Folgen der Straßenverlegung informiert. Den farbig gestalteten Kartengrafiken, die das Ergebnis der Untersuchung darstellen, ist klar zu entnehmen, dass die Ortsmitte des Dorfes künftig ruhiger wird.

Auch über die Ergebnisse einer Bodenuntersuchung in der Bahnhofstraße informierte Reichart. Demnach ist hier eine tiefere Auskoffer-ung notwendig als sie bisher vorhanden ist. Grund: Die neue Straße muss den Standard einer Bundesstraße erfüllen. Immerhin fahren täglich etwa 8000 Fahrzeuge durch das Westallgäuer Dorf, das sind rund zwei Millionen im Jahr.

Weiter geht aus der Bodenuntersuchung hervor, dass der Aushub in der Bahnhofstraße großteils nicht als Unterbau für die neue Fahrbahn verwendet werden kann. Die Zusammensetzung des Materials sei nicht geeignet, so die Fachleute.

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