Special Wirtschaft im Allgäu SPECIAL

Neujahrsempfang
Optimistischer Blick in die Zukunft

So schnell ändern sich die Zeiten: Vor einem Jahr noch stand der Neujahrsempfang der IHK in Lindau ganz im Zeichen der Krise. Jetzt «blicken die Betriebe sehr optimistisch in die Zukunft», beschrieb Thomas Holderried beim Neujahrsempfang der Kammer die Stimmung. Manchem gehe der «Fahrstuhl schon wieder zu schnell nach oben», so der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung. Sorgen macht sich die Industrie- und Handelskammer aber um den Tagungsstandort Lindau.

Die schwäbischen Unternehmen befinden sich im Stimmungshoch, wie Umfragen der IHK zeigen. Parallel zum Aufschwung hat die Bereitschaft der Unternehmen zu investieren zugenommen, auch im Landkreis Lindau. Holderried nannte dafür einige Beispiele. Dazu gehört der Hotelbau der Familie Grunert in Lindenberg, der Neubau der Firma Continental in Lindau und die Ansiedlung der Firma Steinhauser im «Gewerbepark West», dem ersten interkommunalen Gewerbegebiet im Landkreis Lindau.

Das positive Bild trübt das Thema Inselhalle. Holderried griff es nicht von ungefähr auf. Am 1. Februar wird der Lindauer Stadtrat zum wiederholten Mal darüber beraten. Die IHK hatte vor drei Jahren ein eigenes Konzept «Tagungsinitiative Lindau» vorgelegt, fand dafür aber keine Mehrheit im Stadtrat. Das Konzept der IHK sieht ein Tagungszentrum inklusive Hotel am Standort des Hauptbahnhofes vor.

Wohnen, Handel und Arbeiten waren in Verlängerung der Maximilianstraße geplant. Viele Grünflächen sollten Erholungs- und Veranstaltungsräume schaffen. 18 Millionen Euro waren für Tagungszentrum und Tiefgarage veranschlagt. Die Übernahme der Kosten durch einen Investor seien garantiert gewesen, so Holderried. Gleichzeitig sei für die Finanzierung der Investitionen der Stadt Lindau durch den Verkauf von Grund für Wohneigentum ein «solider und gangbarer Weg» vorgeschlagen worden.

Eine Ratsmehrheit hat sich gleichwohl für eine Sanierung und Erweiterung der Inselhalle und damit gegen den Vorschlag aus der Wirtschaft entschieden. Die Gegner des IHK-Konzeptes sieht Holderried mit Blick auf die Kosten mittlerweile «in der Realität angekommen».

Das siegreiche Modell aus dem Architektenwettbewerb für die Sanierung der Halle koste schlussendlich über 20 Millionen Euro. Wie der Umbau finanziert werden solle sei «völlig ungeklärt», so Holderried. «Sieht so die Zukunft des internationalen Tagungsstandortes Lindau aus», fragte er mit Blick auf ein Bild der Inselhalle.

Oberbürgermeisterin Petra Seidl wollte sich dazu beim Empfang nicht äußern, nur zum Zeitfenster. Der Stadtrat habe sich das «sportliche Ziel» gesteckt bis 2016 mit einem Umbau/Sanierung der Inselhalle fertig zu sein.

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