Hallenbau
Opfenbach hat mit mehr Unterstützung fürs Kultur-und Sportzentrum gerechnet

Für Opfenbachs Bürgermeister Matthias Bentz war es 'ein Schock und eine Riesenenttäuschung': die Fördersumme, die die Regierung von Schwaben jetzt mündlich aus dem Topf der Städtebauförderung für das geplante Kultur- und Sportzentrums zugesagt hat. Mit 300.000 Euro liegt sie auf Minimalniveau und das ist für den Gemeindechef 'völlig unbefriedigend'. Er wie auch die Räte hatten sich Hoffnungen gemacht, dass der Zuschuss für das 2,68-Millionen-Euro-Projekt in Richtung Obergrenze (600.000 Euro) geht.

Vor allem deshalb, weil die Gemeinde schon mit der energetischen Sanierung nicht zum Zuge kam.

Das könne man so nicht akzeptieren und müsse noch mal nachhaken, sagte Bentz in der von zahlreichen Zuhörern besuchten Gemeinderatssitzung. Er schlug vor, den auf der Tagesordnung stehenden Punkt "Beauftragung der Werkplanung und Ausschreibung" zu vertagen. Denn jetzt brauche jeder erst mal Zeit, "um das Ganze zu verdauen".

Das Gremium folgte seinem Vorschlag nach intensiver Diskussion über die Finanzen. Die Gesamtkosten für das Projekt (Sanierung und Erweiterung) sind derzeit auf 2,68 Millionen veranschlagt. Die Fördergelder belaufen sich nunmehr auf insgesamt 540.000 Euro (neben den Mitteln aus der Städtebauförderung gibt es noch mündlich zugesagte 200.000 Euro aus der Schulbauförderung sowie 40.000 Euro aus dem Kulturfonds Bayern für den Musikproberaum).

Die geplante Entnahme aus der Rücklage beträgt 680.000 Euro. Erforderlich wäre eine Kreditaufnahme in Höhe von über 1,3 Millionen Euro. Bereits gezahlt sind 160.000 Euro.

Helmut Forster, 2. Bürgermeister, sprach Punkte wie Bühne und Beleuchtung an, die noch nicht in die Gesamtkosten hineingerechnet sind. Ebenso mögliche Preissteigerungen.

Damit käme man auf Gesamtkosten von mehr als drei Millionen Euro. Eine Kreditaufnahme von 1,7 Millionen Euro könne sich die Gemeinde aber nicht leisten, so Forster. Das sei eine Summe, die man nie gewollt habe.

"Jede Möglichkeit nutzen"

Herbert Bader, 3. Bürgermeister, meinte, dass Forster die Dinge gerne ?etwas schwarz sehe?. So seien Eigenleistungen von Vereinen oder Spenden noch nicht in der Rechnung drin. Bader war der Meinung, dass viel möglich ist, ?wenn man es nur will?.

Einig waren sich alle Räte, dass jede Möglichkeit, auch über die politische Schiene, genutzt werden müsse, um eine höhere Förderung zu bekommen.

Gerhard Fechtig vertrat die Meinung: Man habe sich einen gewissen Kostenrahmen gesteckt und wenn kein höherer Zuschuss käme, sei das "Projekt tot". Was unter anderem Peter Klauber in Rage brachte. Das sei ja allerhand, wenn Fechtig meine entscheiden zu können, ob ein Projekt im Gemeinderat durchkomme oder nicht.

Dieser verwies ungerührt auf eine entsprechende Abstimmung in der Fraktionssitzung von "CSU/Freie Wählerschaft" am Abend zuvor.

Florian Linggs Frage, was bei der Kreditaufnahme der Gemeinde als Limit anzusehen ist, beantwortete Gemeindechef Bentz mit "1,5 Millionen als absolute Schmerzgrenze". Eine generelle Aussage, die nicht nur auf das Projekt gemünzt war. Erich Brinz und Maria Straub merkten denn auch an, dass mit der Kleinkindbetreuung im Kindergarten eine Pflichtaufgabe mit hohen Investitionen anstehe.

Frauenbund spendet 200 Euro

Dass die Bereitschaft bei Vereinen und Bürgern da ist, sich für das neue Kultur- und Sportzentrum einzubringen, hat derweil ein Spendeneingang bewiesen. Der Katholische Frauenbund Opfenbach übergab der Gemeinde 200 Euro für das Projekt.

Bürgermeister Matthias Bentz sprach erfreut von einer "Vorbildfunktion für andere". Er hofft, dass auch "anderweitig mehr Fleisch an die Sache kommt".

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