Kirche
«Ohne Krippenspiel wäre die Christmette langweilig»

Sie war schon Engel, Hirte und spielt nun bereits zum dritten Mal den Josef: Das Krippenspiel an Weihnachten gehört für Kristina Rädler aus Weiler einfach dazu. Schon seit zehn Jahren steht die 13-Jährige in der Christmette vorne am Altar in der katholischen Pfarrkirche St. Blasius in Weiler.

Vor zehn Jahren hat Stephanie Novy gemeinsam mit ihrer Schwester Kathrin das erste Mal ein Krippenspiel in der Kirche aufgeführt. Viele der Kinder und Jugendlichen sind wie Kristina von Anfang an mit dabei. «Wir haben es einfach ausprobiert und es hat gleich gut geklappt», erinnert sich Stephanie Novy. Schon damals haben sie regelmäßig mit ihrer Mädchengruppe in der Kirche gesungen. «Auch jetzt singen an Weihnachten die Älteren, die der Gruppe schon entwachsen sind, noch mit», sagt Novy, die selbst auch schon bei Krippenspielen mitgemacht hat.

Von all ihren Rollen gefällt Kristina Rädler die des Josefs am besten. «Ich mag Rollen bei denen ich auch singen kann», erzählt die Schülerin und fügt hinzu: «Ich hätte auch die Maria gespielt.»

Seit Anfang November proben die 20 Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 14 Jahren einmal die Woche. Auf die Frage, warum sie jedes Jahr aufs neue mitmacht, hat Kristina eine klare Antwort: «Ohne Krippenspiel wäre die Christmette doch langweilig.» Aufgeregt ist die 13-Jährige vor ihrem Auftritt an Heiligabend nicht mehr.

Ganz im Gegensatz zu Vanessa Riedl: Die Elfjährige spielt das erste Mal beim Krippenspiel in der evangelischen Kreuzkirche in Weiler mit. «Ich habe das schon öfters gesehen, und wollte jetzt auch einmal mitmachen», erzählt das Mädchen. Sie spielt den Erzengel Gabriel, der Maria die Nachricht von der Geburt Jesu überbringt. Um sie an Heiligabend vorne in der Kirche zu sehen, kommt Vanessas ganze Familie. An ihrer Rolle gefällt ihr vor allem, dass sie sehr viel Text hat. «Ich lese sehr gerne», sagt sie.

Das erste Mal studiert dieses Jahr Pfarrerin Ingrid Ossig gemeinsam mit Kathrin Horn das Krippenspiel mit Vanessa und den 16 anderen Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren ein. «In den vergangenen Jahren waren oft die Konfirmanden miteingebunden», erzählt Ossig. Dieses Jahr hat sie in ihrer Gemeinde einen Aufruf gestartet und 17 Kinder haben sich gemeldt. «Ich war sehr positiv überrascht», sagt sie. Sie legt ihren Schwerpunkt vor allem auf die Musik. «Die Lieder sind sehr ansprechend und gehen ins Ohr», ist sie überzeugt.

Für die nächsten Jahre könnte sich Ossig auch ein kleines Musical für den Gottesdienst an Weihnachten vorstellen. Sie selbst erinnert sich auch noch an die Krippenspiele, bei denen sie als Kind mitgemacht hat. «Das sind ganz lebendige Bilder, die bleiben einfach», ist sie überzeugt.

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