Wasserversorgung Heimenkirch-Opfenbach
Notversorgung derzeit nicht gewährleistet

Der Zweckverband Wasserversorgung Heimenkirch-Opfenbach (WHO) kann derzeit keine Notversorgung gewährleisten. Die dazu bestehende Leitung, die früher das Quellwasser von Harbatshofen in den Hochbehälter Geigersthal geleitet hat, ist nicht mehr funktionstüchtig. «Die Wasserverluste liegen bei 95 Prozent», sagte Vorsitzender Markus Reichart in der Verbandsversammlung.

Um im Falle einer Störung der Wasserversorgung auf Tanklaster verzichten zu können, soll 2012 für 310000 Euro in neue Leitungen investiert werden. Die Kosten hierfür muss der WHO allein tragen. «Zuschüsse hierfür gibt es nicht», informierte Reichart das Gremium.

Denkbar, so Reichart, sei auch, die Quelle in Harbatshofen dann wieder für die reguläre Versorgung - und nicht nur für Notfälle - zu nutzen.

Die neue Leitung ist nur Teil eines Investitionsplanes, den die WHO-Verbandsräte einstimmig beschlossen haben. Noch zugesagte Zuschüsse in Höhe von 700000 Euro will die WHO im nächsten Jahr im Bereich der Ringleitung Berg - Oberhäuser - Mapprechts - Ried verbauen. Sie ist rund 4,6 Kilometer lang und rund 80 Jahre alt. Die Baukosten in Höhe von 710000 Euro wären durch die Zuschüsse fast vollständig gedeckt.

Neue Leitungen

2013/14 will der WHO dann die Leitungen in Heimen und Litzis (Gemeinde Opfenbach) auswechseln. Zuschüsse zu den Baukosten in Höhe von 330000 Euro sind hier ebenso wenig zu erwarten wie im Bereich Edelitz/Lengatz. Hier ist für 2014 der Austausch einer 2000 Meter langen Leitung für rund 300000 Euro eingeplant.

1,52 Millionen Euro Schulden

Trotz der zum 1. Dezember 2010 beschlossenen Gebührenerhöhung von 74 und 95 Cent pro Kubikmeter erfordern die Investitionen eine erneute Kreditaufnahme. Derzeit liegt der Schuldenstand bei rund 1,52 Millionen Euro.

In der gleichen Sitzung verabschiedeten die Verbandsräte auch den Haushalt für 2011. Dessen Volumen steigt aufgrund der geplanten Investitionen deutlich an. Aber auch die Deckung des Fehlbetrages aus der Jahresrechnung 2009 wirkt sich aus. Damals fehlten 313000 Euro. Diesen Betrag kann der WHO zumindest teilweise aus den Beiträgen abdecken. So ist für 2011 nur eine Kreditaufnahme in Höhe von 183200 Euro vorgesehen.

Heimenkirchs Kämmerer Georg Bockhart erläuterte den Haushalt und stellte fest: «Die Gebührenerhöhung war dringend notwendig». Auf die Frage von Opfenbachs Bürgermeister Matthias Bentz, ob 2010 wieder mit einem Fehlbetrag zu rechnen sei, gab Bockhart die Prognose ab, dass mit einem ausgeglichenen Haushalt zu rechnen sei.

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