Brandschutz
Neun Feuerwehren wollen ein neues Löschauto

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Wer im Großen einkauft, bekommt Sachen meist günstiger - eine Binsenweisheit. Zunutze machen wollen sich das jetzt auch Gemeinden und Feuerwehren im Landkreis Lindau. Mit einer Sammelbestellung soll jetzt Geld gespart werden.

Mehr als ein halbes Dutzend Feuerwehren möchten gemeinsam ein Löschfahrzeug bestellen und haben sich darüber bei einer Vorführung in Scheidegg informiert. «Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, den Gemeinden viel Geld zu sparen», sagt Kreisbrandrat Friedhold Schneider.

Organisiert hatte die Veranstaltung die Kreisbrandinspektion. Ihre Idee: Die Gemeinden könnten sich an eine Sammelbestellung des Bundes anschließen. Er hat für den Katastrophenschutz in ganz Deutschland 200 Fahrzeuge bestellt. Durch die Sammelbestellung könnten sich die Gemeinden etwa 20 Prozent sparen, rechnet Schneider, sprich rund 40000 Euro.

Dafür können bei einer Bestellung keine Sonderwünsche der Wehren berücksichtigt werden. Deshalb spricht der Kreisbrandrat von einem «nötigen gemeinsamen Willen von Politik und Feuerwehr». Der Fachmann hält das Auto für ein «gutes Fahrzeug für eine Löschgruppe».

Gefertigt wird es von der Firma Lentner aus Hohenlinden bei Ebersberg. Sie brachte drei baugleiche Fahrzeuge nach Scheidegg mit. Es ist geländetauglich, verfügt über einen 250-PS-Motor und einen Löschwassertank mit 1000 Liter Inhalt.

«Die Chance, ein solches Fahrzeug zu einem solchen Preis zu bekommen, gibt es wohl nur einmal», sagte Scheideggs Bürgermeister Ulrich Pfanner. Er ist auch Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages im Landkreis und begrüßt in dieser Eigenschaft den Vorstoß der Kreisbrandinspektion. Als «längst überfällig» nannte auch Opfenbachs zweiter Bürgermeister Helmut Forster die Sammelbestellung.

Der Kauf des Fahrzeuges ist förderfähig. Die Gemeinde könnte je Auto mit einem Zuschuss in Höhe von 53000 Euro rechnen, erklärte Gerhard Beck von der Regierung von Schwaben, der entsprechende Pauschalbetrag für ein entsprechendes Löschauto.

Das Fahrzeug müsste aber spätestens bis Januar kommenden Jahres bestellt sein, damit es bis November 2012 ausgeliefert werden kann. Spätere Bestellungen könnten nicht berücksichtigt werden, weil es sich um ein «einmaliges Modell» handele, so Firmenchef Mathias Hausmann.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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