Empfang
Neujahrsempfang der IHK in Lindau: Stimmung in der Wirtschaft gut

Von Krisenangst keine Spur. 'Die Stimmung bei den Umfragen ist nach wie vor gut', fasste Thomas Holderried beim Neujahrsempfang der IHK in Lindau die jüngsten Umfragen zusammen. Nach wie vor Sorgen macht sich die Kammer aber um den Tagungsstandort Lindau, wie der Vorsitzende der Regionalversammlung Lin-dau-Bodensee klar machte. Nach den jüngsten Umfragen der IHK geht es den Unternehmen im Landkreis und ganz Bayerisch-Schwaben gut. Das Geschäft im Bereich der Industrie flacht zwar ab, dafür boomen Handel und Dienstleistungen. Sorgen bereitet der Kammer dagegen die Politik. Und zwar auch die vor Ort. Bereits im vergangenen Jahr hatte Holderried mahnend den Zeigefinder gehoben.

Damals war es um die Entwicklung der Inselhalle gegangen. Sie entspricht seit Jahren nicht mehr dem, was Organisatoren von Tagungen erwarten. Die IHK fürchtet deshalb um den Tagungsstandort Lindau. Bereits vor fünf Jahren hatte die Kammer ein eigenes Konzept vorgelegt, das unter anderem ein neues Tagungszentrum samt Hotel vorsah.

Es fand keine politische Mehrheit. Leider, so Holderried, habe sich seitdem noch nicht viel getan. Jetzt hofft die IHK auf die Zeit nach der Oberbürgermeisterwahl.

Dann, so Holderried, 'werden sich die Beteiligten hoffentlich auf einen Aktionsplan einigen'.

Holderried vermisst eine Antwort auf die Frage, wie alle Lindauer Großprojekte von der Inselhalle bis zur neuen Feuerwache finanziert werden sollen. Mit einer im Raum stehenden Erhöhung der Gewerbesteuer sei das nicht zu machen.

In dem Zusammenhang nannte der Regionalvorsitzende der IHK die Flächen auf der hinteren Insel als 'wichtigstes Asset', also Vermögen. 'Ich würde lieber einen Teil der hinteren Insel verkaufen und wenn es an Großkopferte ist, um den anderen Teil der Insel für die Bevölkerung zu entwickeln.'

Umgetrieben hat die IHK auch der Lindauer Bahnhof. Egal wie die Bahnhofsfrage letztlich entschieden werde, 'es ist angezeigt zu handeln', so Holderried unter Beifall.

Die IHK beschäftigt sich freilich nicht nur mit Lindauer Themen. So kündigte Holderried eine Qualitätsoffensive der Kammer im Bereich Freizeit- und Tourismusindustrie an. Dazu werden auch entsprechende Beratungsmöglichkeiten für Unternehmen gehören.

Zu einem kurzen Aus- und Rückblick nutzte Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben, den Empfang. Schwabenweit stehen bei der Kammer drei Themen obenan. Dazu gehöre die Frage, wie die Energiewende zu meistern sei und der Fachkräftemangel.

Er werde für die 'nächsten 20, 30 Jahre ein Dauerthema' sein. Priorität genießt für die IHK Schwaben auch der Innovationspark als Zentrum für Carbonfaser- und Faserverbundtechnologie.

Der Park sei zwar in Augsburg angesiedelt, 'es geht aber jeden Unternehmer an', so Dr. Kopton mit Blick auf die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten von Carbon.

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