Konzept
Natur erfahren auf dem «Grenzerpfad» in Oberreute

Auf Schmugglerpfaden wandern und dabei die Natur erfahren. Das soll bald auf einem grenzüberschreitenden Naturlehrpfad zwischen Oberreute und Sulzberg möglich sein. Der Oberreuter Gemeinderat hieß ein entsprechendes Konzept für gut. Der «Grenzerpfad» wird den bestehenden Naturlehrpfad ersetzen.

Der Naturlehrpfad zwischen Oberreute und Sulzberg ist in die Jahre gekommen. Bürgermeister Gerhard Olexiuk informierte über den schlechten Zustand der mehr als 20 Informationstafeln. Sie entsprechen seiner Ansicht nach auch nicht dem heutigen Stand: «Sie sind sehr textlastig. Es gibt nur wenige und kleine Illustrationen und Bilder».

Zwei Konzepte zur Erneuerung des Pfades lagen vor. Der von der deutschen Arbeitsgruppe Bolender-Gretler-Lehne vorgeschlagene «Grenzerpfad» - sie sind unter anderem für die Westallgäuer Wasserwege und die Streuobstwege im Landkreis zuständig - und ein Konzept der Österreicherin Maria-Anna Moosbrugger. Sowohl die Sulzberger als auch die Oberreuter Räte sprachen sich für die «deutsche» Lösung aus. Gästeamtsleiterin Marina Löffler hatte den Räten beide Konzepte vorgestellt.

Zur Moosbrugger-Variante konnte sie dabei wenig sagen. Stichworte wie «Kletterquiz», «Aussichtspfähle» und «Naturexpedition» fielen.

Umso präziser die Informationen zum «Grenzerpfad». Bei diesem Konzept ist ein Rundwanderweg im Bereich Kalter Brunnen/Wildrosenmoos vorgesehen, der von vier Stellen (Oberreute, Sulzberg, Hinterschweinhöf und Schnellers) aus erreicht werden kann. Insgesamt sind zehn Erlebnisstationen vorgesehen, die sowohl Erwachsenen als auch Kindern etwas bieten sollen. Kinder können beispielsweise ihre Sinne schärfen und unterwegs das Sehen, Hören, Fühlen und Riechen üben. Ein Maskottchen soll sie dabei begleiten und dabei die Grundidee eines Schmugglerpfades aufgreifen. Erwachsene sollen die Vielfalt der Lebensräume wie Bergregion, Wald, Hochmoor, Bach sowie Feucht- und Streuwiesen kennenlernen.

Zur Ausstattung des Pfades sollen unter anderem Hörtrichter, Hängematten und «Himmelsguckerbänke» gehören. Die Kosten von knapp 54000 Euro relativierte Gerhard Olexiuk: «Es sind Leader-Mittel denkbar». Da die Kosten zudem auf beide Gemeinden verteilt werden sollen, könne der Pfad die Gemeinde nach Abzug der Fördermittel rund 10000 Euro kosten.

Xaver Kienle regte an, den tatsächlich früher existierenden Schmugglerpfad zu integrieren. Heike Hauber mahnte, an die Folgekosten zu denken: «Da ist sicher eine regelmäßige Pflege notwendig». An Details wie dem Namen des Pfades, aber auch des Maskottchens («Schmugglerpeter») müsse noch gefeilt werden, so die Stimmen im Gemeinderat. Letztlich aber gab es ein einstimmiges Votum für das Konzept. Die Details sollen mit der Arbeitsgruppe bei einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte von Oberreute und Sulzberg besprochen werden.

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