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Nach Brand: Haus nicht mehr bewohnbar

Vom massiven Feuerwehreinsatz am Sonntagnachmittag ist tags darauf in Weitnau nichts mehr zu sehen. Es hat geschneit und eine weiße Schicht hat sich auf den verbrannten Holzanbau, die schmale Straße zum Anwesen und die umliegenden Wiesen gelegt. Nur von der Nähe ist zu erkennen, dass auch das Dachgebälk des angebauten Wohnhauses am Rande von Weitnau teilweise verkohlt ist.

Die Feuerwehr hatte den Brand zwar löschen können, das Haus ist aber nicht mehr bewohnbar. Die Polizei schätzt den Schaden auf

100 000 Euro. Brandursache war laut Kripo-Chef Albert Müller wohl ein technischer Defekt eines elektrischen Geräts im hölzernen Werkstattanbau. Ein Fremdverschulden ist laut Müller nach dem jetzigen Ermittlungsstand auszuschließen.

«Wir haben nichts mehr»

Der 42-jährige Familienvater, der über Nacht wegen einer Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt worden war, ist gestern wieder nach Hause zurückgekehrt. Körperlich scheint er wohlauf zu sein, aber die seelischen Wunden sind dem Weitnauer und seiner zierlichen Frau anzumerken: «Es ist kurz vor Weihnachten und wir haben nichts mehr.» Das kleine Haus ist verrußt und durch den Löscheinsatz nass. Die vierköpfige Familie kam zunächst bei Nachbarn unter. Das Ehepaar ist dankbar und froh um den guten Zusammenhalt und auch, dass die Gemeinde Hilfe anbietet.

Bürgermeister Alexander Streicher hat sich gestern mit dem Ehepaar getroffen und darum bemüht, dass die Familie so schnell wie möglich wieder ein Dach über den Kopf bekommt. Es ist ihm gelungen: In einem früheren Gasthof, nur einige hundert Meter von ihrem Haus entfernt, können sie schon heute einziehen. «Die Wohnung steht seit einigen Monaten leer, ist aber möbliert,» sagt Streicher. Er hatte Kontakt zum Hausbesitzer geknüpft. Der Versuch, den Familienvater seine Frau und die beiden Kinder in einer Ferienwohnung unterzubringen, war gescheitert. «Über Weihnachten ist bei uns in und um Weitnau alles ausgebucht.»

«Dorf steht eng zusammen»

Der Rathauschef als Vorsitzender des Hilfswerks Weitnau hat zudem das Gremium, das unverschuldet in Not geratenen Weitnauern Hilfe bietet, einberufen. «Das Dorf steht eng zusammen», sagt Alexander Streicher.

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