Bildungsausschuss
Musikzuschuss für alle gleich

Für den Bildungsausschuss des Landkreises ist klar: Musikunterricht ist ein wichtiges Thema. Dass die verschiedenen Schulen und Vereine jedoch unterschiedlich hohe Zuschussanträge stellen, befürworten die Kreisräte nicht: Auch im nächsten Jahr zahlt der Kreis an offizielle Schulen einheitlich 51,13 Euro (früher 100 Mark) pro Kind.

75000 Euro hat der Kreis in diesem Jahr in seinem Haushalt für die - freiwillige - Förderung der Musikerziehung im Landkreis vorgesehen. Und dieses Geld ist im Prinzip verplant: Es geht nach einem festen Schlüssel - die früher 100 Mark pro Musikschüler ergeben nun 51,13 Euro - an die Musikschule in Lindau und jene in Lindenberg sowie an die Gemeinde Hergatz, weil etliche Kinder und Jugendliche aus dieser Landkreisgemeinde die Wangener Musikschule besuchen.

In diesem Jahr hat jedoch der Hergatzer Bürgermeister Uwe Giebl einen deutlich höheren Antrag an den Kreis gestellt. Begründet hat er das mit der Aussage, dass die gut 51 Euro nicht ausreichen, um den Eltern einen monatlichen Eigenanteil für den Besuch der Musikschule in Württemberg zu ersparen. Giebl hoffte auf 14000 Euro für die knapp 100 Musikschüler aus seinem Ort in diesem Jahr.

Das sehen die Verwaltung, sowie die Kreisräte im Bildungsausschuss jedoch nicht ein. Würde angesichts des im Etat gedeckelten Betrages von 75000 Euro Hergatz jetzt mehr erhalten, dann bliebe für die beiden anderen Musikschulen weniger Geld - was unter Umständen sogar deren Existenz gefährde. Deswegen lehnten die Ausschussmitglieder (bis auf Kreisrat Alexander Kiss) einen höheren Zuschuss auch ab.

Antrag aus Wasserburg abgelehnt

Ebenfalls gegen Kiss Stimme abgelehnt wurde der Förderantrag des Wasserburg-Bodolzer Vereins zur musikalischen Jugendausbildung: Die Bläserschule VJBW unterrichtet in diesem Jahr 224 Buben und Mädchen auf Blasinstrumenten. Doch der Verein gilt in den Augen der Kreisverwaltung nicht als reguläre Musikschule, zumal er nicht Mitglied beim Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) sei.

Die Verantwortlichen des VJBW hatten auf gut 11000 Euro gehofft.

Keine Frage ist es für den Bildungsausschuss gewesen, den ASM wieder mit 6700 Euro zu unterstützen - «davon profitieren kreisweit 17 Jugendkapellen und Vororchester», wie Landrat Elmar Stegmann anmerkte. Und natürlich bleibe der Landkreis weiter Mitglied im Zweckverband Sing- und Musikschule Westallgäu, der seinen Sitz in Weiler hat: Dort zahlt der Kreis reguläre Mitgliedsbeiträge, deswegen gibt es keine weiteren Zuschüsse.

Keine Chance auf eine Mehrheit hatte Kiss Antrag, im nächsten Jahr den freiwilligen Kreiszuschuss für die Musikausbildung von 75000 auf 100000 Euro zu erhöhen: Angesichts von voraussichtlich eine Million Euro weniger Einnahmen und zwei bis 2,5 Millonen Euro mehr Bezirksumlage habe der Kreis dafür schlicht kein Geld, betonte Kämmerer Feuerle.

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