Jubiläum
Meckatzer Löwenbräu feiert 275-jähriges Bestehen

Seinem Großvater Benedikt ist Michael Weiß heute noch dankbar. Immer wieder verweist er beim Interview auf die klugen Entscheidungen, die sein Vorfahre für die Brauerei getroffen hat. Die vielleicht wichtigste: Er hat 1905 beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin das 'Meckatzer Weiss-Gold' zur Eintragung eingereicht. Drei Jahre später wurde es rechtsgültig als erste Allgäuer Biermarke registriert - und mittlerweile macht allein das Weiss-Gold drei Viertel des Bierausstoßes der Meckatzer Löwenbräu aus.

Pünktlich zum 275-jährigen Bestehen, das das Unternehmen aus Heimenkirch (Westallgäu) am Wochenende mit einem Festabend für 400 geladene Gäste, einem Fanclub-Fest mit erwarteten 1600 Besuchern am Samstag und einem Genießermarkt mit 40 Ausstellern am Sonntag feiert, stellt die Brauerei ihr Vorzeigeprodukt in einer neuen Variation vor: als Weiss-Gold alkoholfrei.

Eineinhalb Jahre lang wurde daran getüftelt. Nun haben wir ein Produkt, das unseren Qualitätsvorstellungen entspricht, ist Michael Weiss überzeugt. Das Unternehmen, das im Herbst mit dem Bayerischen Mittelstandspreis 2012 ausgezeichnet worden ist, bringt damit erstmals seit 13 Jahren ein neues Produkt auf dem Markt. Ab Montag geht es in den Handel.

Das Segment der alkoholfreien Biere wächst kontinuierlich, hat Weiss festgestellt. Allerdings: Ganz ohne Alkohol, laut Weiss ein wichtiger Geschmacksträger, kommt die neue Variante nicht aus. Es hat 0,4 Volumenprozent, während das normale Weiss-Gold auf 5,2 kommt.

Während andere deutsche Brauereien mit sinkenden Umsatzzahlen zu kämpfen haben, liegt Meckatzer gut im Rennen. Der Bierausstoß beträgt konstant rund 170 000 Hektoliter, der Jahresumsatz konnte zuletzt um vier Prozent gesteigert werden.

Marktführer im Allgäu

Wir sind mit großem Abstand Marktführer im Allgäu, sagt Weiss nicht ohne Stolz. Das neue alkoholfreie Weiss-Gold soll helfen, diesen Status zu behaupten und neue Zielgruppen erschließen. Ich bin sehr guter Hoffnung, dass es viele Menschen überzeugt - auch die, die bisher gesagt haben: Entweder ein gescheites Bier oder gleich eine Apfelsaftschorle.

Geprägt ist das Jubiläumsjahr auch durch rege Bautätigkeit. Nachdem Ende 2011 das neue Verwaltungsgebäude eingeweiht worden ist, wird derzeit der Außenbereich neu gestaltet. Rund um das Bräustüble ist unter anderem ein Biergarten mit 70 Plätzen geplant. Im Innenhof soll künftig abends auch mal ein Konzert oder Theater stattfinden.

Eine Reportage über den Biersommelier von Meckatzer finden Sie unter <strong>www.all-in.de/reportage</strong>.

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