Haushalt
Markt Heimenkirch gibt viel Geld für geplante Verlegung des Durchgangsverkehrs aus - Konsolidierung 2014 erwartet

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Der Heimenkircher Marktgemeinderat hat einstimmig den Haushalt für das Jahr 2011 verabschiedet. Der als wohlhabend geltende Markt muss heuer mit deutlich geringeren Einnahmen durch die Gewerbesteuer klarkommen. Um alle geplanten Vorhaben umsetzen zu können, wird deshalb voraussichtlich ein Darlehen in Höhe von 800000 Euro aufgenommen. Bis 2013, so die Schätzungen, werden die Schulden auf rund fünf Millionen Euro steigen. Sofern sich bis dahin die Gewerbesteuereinnahmen wieder im gewohnten Bereich von etwa 2,5 Millionen Euro einpendelt, rechnet Bürgermeister Markus Reichart ab 2014 mit einer «Phase der Konsolidierung».

Für die Ortskernentwicklung gibt Heimenkirch über einige Jahre hinweg richtig viel Geld aus. Der Markt will nach Möglichkeit an seinem Ziel festhalten, schon 2012 den Durchgangsverkehr in die Bahnhofstraße zu verlegen. In Vorbereitung dessen stehen heuer beispielsweise verschiedene Planungsausgaben (80.000 Euro), der Kauf eines kleinen Grundstücks in der Bahnhofstraße (20.000 Euro), der Umbau des alten Bauhofs und die Verlegung eines Gewerbebetriebs (insgesamt 200.000 Euro) sowie der Abriss von zwei Gebäuden in der Bahnhofstraße (25.000 Euro) an.

Stapler für Sandsäcke

Parallel zum Großprojekt Ortskern erledigt die Gemeinde einige weitere Aufgaben. Die Feuerwehr bekommt einen Anhänger und einen Stapler für den Transport für Sandsäcke (18.000 Euro). Eine neue Garderobe erhält der gemeindliche Kindergarten Arche Noah (24.000 Euro). Die morsche Lärmschutzwand zwischen dem Baugebiet «Im Moos» und dem Sportplatz Rehwinkel wird für 30.000 Euro ersetzt.

Schon im vergangen Jahr hat der Bauhof einen neuen Traktor besorgt. Die Rechnung in Höhe von 60000 Euro wird jetzt bezahlt. Der Gemeinderat hat außerdem beschlossen, die Urnenwand zu erweitern, das kostet 36000 Euro.

Eine Million zurückbezahlen

Ungewöhnlich am Heimenkircher Haushalt 2011 ist, dass der Verwaltungshaushalt (in dem die laufenden Kosten einer Gemeinde festgeschrieben sind) mit fast 238000 Euro aus dem Vermögenshaushalt (der die Finanzmittel für Investitionen enthält) aufgefüllt werden muss. Normalerweise läuft das andersrum: Aus dem laufenden Betrieb einer Gemeinde (Verwaltungshaushalt) fließen Zuführungen an den Vermögenshaushalt.

In Heimenkirch ist dies heuer nicht möglich. Hauptgrund: 2008 haben Heimenkircher das Geschäftsjahr offenbar schlechter abgeschlossen als erwartet. Infolgedessen muss der Markt jetzt eine Million der als Vorauszahlung eingenommenen Gewerbesteuern aus diesem Jahr zurückzahlen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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