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Lkw bleiben an Steigungen liegen

Zahlreiche liegen gebliebende und querstehende Lkw, Verkehrsunfälle und kilometerlange Staus: Aufgrund der starken Schneefälle kam gestern auf Westallgäuer Straßen der Verkehr zeitweise fast zum Erliegen.

Die ersten Lkw blockierten am späten Vormittag die Straßen. Um kurz vor 11 Uhr etwa blieben mehrere Lkw auf der B 32 zwischen Heimenkirch und Riedhirsch liegen. Kurz darauf ging bei der Polizei die Mitteilung über mehrere querstehende Lkw auf der B 32 im Bereich der Gemeinde Opfenbach ein.

Auch in der Nähe von Röthenbach, auf der Staatsstraße 2378, wurde ein hängen gebliebener Lkw gemeldet. Die Straße bei Steinegaden war längere Zeit gesperrt. Gleich zwei Mal blockierte dort ein Lkw im Bereich der Steigung die Fahrbahn. «Es musste ein Abschlepp-Unternehmen extra aus Memmingen anfahren», sagt Alexander Pfaff, Lindenberger Polizeichef. Rund eineinhalb Stunden war die Strecke um die Mittagszeit gesperrt und nochmal gegen 15 Uhr.

Ansonsten ereigneten sich im Einsatzbereich der Lindenberger Polizei lediglich kleine Unfälle mit Blechschäden.

Schon ab 2.30 Uhr war die Straßenmeisterei am Freitag mit ihren zwölf Fahrzeugen ununterbrochen im Einsatz. Allein diese Woche haben sie rund 500 Tonnen Streusalz verbraucht. «Den gesamten Winter waren es bisher 1000 Tonnen», sagt Markus Eder von der Straßenmeisterei. Nachschub sei bereits bestellt. «In einem starken Winter verbrauchen wir rund 3300 Tonnen Streusalz.»

Auch rund um und in Lindau sorgten querstehende Lkw für Verkehrsbehinderungen. Auf der A 96 in Höhe der Ausfahrt Lindau blieb ein Lkw liegen, zeitweise war nur noch eine Spur befahrbar. Im Lindauer Stadtgebiet kam es zu einigen Unfällen, die jedoch laut Polizei alle glimpflich ausgingen. Unter anderem rutschte ein Pkw mit Sommerreifen in den Graben.

Auf der A 96 zwischen Wangen und Kißlegg blieben nach Polizeiangaben immer wieder Lkw hängen, vor allem im Bereich Dürrener Steige. Das führte in beiden Fahrtrichtungen zu kilometerlangen Staus. «Streufahrzeuge mussten mit Polizeibegleitung durch die Staus gelotst werden, damit sie streuen konnten», berichtet Sonja Saur von der Polizeidirektion Ravensburg.

Auch im Paradies, Richtung Oberstaufen, blieben Lastwagen hängen, teils sogar mit Schneeketten. Am späten Nachmittag entspannte sich die Verkehrslage. Schon am Donnerstag war es in Maierhöfen beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Schneepflug und einem Auto gekommen.

Als der Autofahrer bemerkte, dass ein Schneepflug die Fahrbahn versperrte, versuchte er nach Polizeiangaben abzubremsen und fuhr dann auf eine Verkehrsinsel um den Zusammenstoß zu vermeiden. Der Fahrer blieb unverletzt.

Zwischen Schranken eingesperrt

Folgenschwer war ein Unfall in Feldkirch. In der Vorarlberger Stadt blieb ein Pkw gegen 4 Uhr auf einem beschrankten Bahnübergang stehen und wurde von einem Zug erfasst. Die beiden 23-jährigen Insassen starben. Der Fahrer hatte laut Polizei vermutlich das Rotlicht übersehen. Als der Pkw auf die Eisenbahnkreuzung fuhr, senkten sich die Schranken und sperrten den Pkw ein. Ein Lokomotivgespann erfasste mit Tempo 90 das Auto. Laut Polizei hatte der Fahrer wohl noch versucht, mit seinem Auto die geschlossene Schranke zu durchbrechen, was ihm aber nicht gelang.

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