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Center Parcs Allgäu

Bebauungsplan
Leutkircher Gemeinderat: Weg ist frei für Center Parcs Allgäu

Der Leutkircher Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Bau des Center Parcs Allgäu im Urlauer Tann gesetzt: Kurz nach dem Ja zum Bebauungsplan in Altusried verabschiedete jetzt auch das Gremium in Baden-Württemberg den Bebauungsplan, stimmte dem Vertrag über Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu und billigte die Ausweitung Leutkircher Satzungsrechts auf das Gebiet des Ferienparks, der auf bayerischem Gebiet liegt.

Nach mehr als drei Jahren der verwaltungsrechtlichen Vorbereitung – des "kompliziertesten und umfangreichsten Verfahrens in der Geschichte der Stadt Leutkirch", so Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle – ist damit der Weg frei für Center Parcs Allgäu.

Das Unternehmen hat nun Rechtssicherheit, die nach eigener Aussage nötig ist, um die Finanzierung zu sichern und danach einen offiziellen Bauantrag zu stellen. Es sei der letzte Schritt bei einem Projekt, das die Stadtentwicklung ganz wesentlich beeinflussen werde und durch einen enormen Arbeitseinsatz aller Beteiligten in zwei Bundesländern gekennzeichnet sei, so Henle im Gemeinderat.

Der im August vom Rat gebilligte Bebauungsplanentwurf wurde in einigen Punkten noch geändert, die Stadtplaner Claudio Uptmoor und Diplomingenieur Burchhard Stocks aus Tübingen vorgestellt wurden. Eine der wesentlichsten Änderungen ist die nun vorgesehene Schaffung von 20 Korridoren von jeweils bis zu 20 Metern Breite für den Wildwechsel.

Zudem gibt es ein Besucherlenkungskonzept, dessen Umsetzung Center Parcs sich 15 Cent pro Übernachtung einer mehr als zwölf Jahre alten Person kosten lässt. Das Geld wird, geregelt von einer Expertengruppe, beispielsweise für die Ausbildung von Gästeführern verwendet.

Den größten Diskussionsbedarf hatten die Stadträte in Sachen Sicherheitsabstand zwischen Ferienhaus und Wald. 30 Meter sind vom Gesetzgeber vorgesehen, damit zum Beispiel umstürzende Bäume das Haus nicht gefährden. Im Center Parcs Allgäu werden diese 30 Meter in drei Zehn-Meter-Zonen unterteilt, in denen die Bepflanzung sich langsam zum Wald hin in der Höhe steigert.

Diese Regelung 'treibt mich um', so Alfons Notz (Bürgerforum Abel), die Umsetzung dieses Waldentwicklungskonzepts müsse genauestens kontrolliert werden. Die Stadt werde das Konzept in Zusammenarbeit mit den Fachbehörden begleiten und überwachen, versicherte Henle. 'Das bereitet mir auch Bauschmerzen.

Die Sicherheit darf nicht zu kurz kommen', mahnte auch Gottfried Härle (Leutkircher Liste), der aber auch lobte: "Insgesamt ist gegenüber dem Entwurf einiges noch verbessert worden.Das stimmt mich sehr froh"

Hubert Moosmayer vom Bürgerforum Abel – er arbeitet als Oberforstrat am Regierungspräsidium – beruhigte als Fachmann seine Ratskollegen. "Ja, es verbleibt ein Restrisiko. Aber es ist nicht höher, als wenn wir den 30-Meter-Bereich einhalten." Und so verabschiedete der Gemeinderat die Vorlage einstimmig – wie das der Gemeinderat von Altusried einige Tage zuvor ebenfalls getan hatte. Was Oberbürgermeister Henle freute: 'Das stimmt mich sehr froh.

Die Einstimmigkeit sowohl in Leutkirch wie auch in Altusried sei ein wichtiges Signal an Center Parcs, das nun auf belastbarer Grundlage mit Finanzpartnern verhandeln könne.-

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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