Leihoma Leihopa
Leiter der Kolping-Bildungsstätte Lindau will ServiceLeihoma und Leihopaaufbauen

Seit etwa einem Jahr bietet die Lindauer Kolpingsfamilie Leihomas und -opas an. Neun von ihnen kümmern sich ehrenamtlich um 18 Kinder, deren Eltern mal ein paar Stunden abschalten möchten. 'Die betreuenden Omas und Opas reichen nicht aus. Die Warteliste ist lang', sagt Matthias Müller, Leiter der Kolpingbildungsstätte Lindau. Deswegen will er einen kommerziellen Service im Landkreis unter dem Dach des Kolpingwerks aufbauen und sucht dafür Menschen, die sich zutrauen als 'Oma und Opa leihweise' in Familien zu gehen, um Kinder stundenweise zu betreuen.

Ein weiteres Dutzend Familien sind Müller allein in Lindau bekannt, die den Dienst gern in Anspruch nehmen würden. 'Es gibt so viele Eltern, auch im oberen Landkreis, die gern mal eine kurze Auszeit von den Kindern nehmen würden, aber niemanden haben, der sich inzwischen um den Nachwuchs kümmert', weiß der Leiter.

Da sich in Lindau ehrenamtlich keine weiteren Betreuer finden ließen, möchte er das Projekt parallel dazu gegen Bezahlung aufziehen. 'Ich will damit den Gedanken der sozialen Verpflichtung von Adolf Kolping wieder stärker ins Bewusstsein bringen', sagt Müller.

Der 47-jährige Berliner, seit Anfang des Jahres in Lindau tätig, würde die Organisation, gesetzliche Formalitäten und die Abrechnung des Vorhabens gegen eine Verwaltungsgebühr übernehmen.

Wer sich beteiligen möchte ('das Alter spielt keine Rolle') wird von Müller zu einem Gespräch in den Langenweg in Lindau gebeten, bei dem der Kulturwissenschaftler auch sein Bauchgefühl sprechen lassen will, ob die Personen geeignet sind.

Jeder Bewerber muss zudem ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen 'und eine Qualifikation, entweder beruflich oder privat, dass er mit Kindern umgehen kann', sagt Müller und denkt dabei vor allem an Eltern, die Kinder groß gezogen haben oder Erfahrung in Einrichtungen mit Kindern gesammelt haben.

Kolping bietet Kurs an

Dazu bietet die Bildungsstätte voraussichtlich im Herbst einen mehrwöchigen Lehrgang an, 'damit sie vom Gesetz her die Berechtigung haben.' Anschließend kommt es zu einem kostenlosen Schnuppertag in der Familie, um zu sehen 'ob die Chemie stimmt', so Müller. Erst dann werde ein Vertrag unterzeichnet.

Informationen bei Matthias Müller, Kolping-Bildungsstätte Lindau, Langenweg 24, (083 82) 933 60, E-mail: matthias.mueller@kolping-allgaeu.de

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen