Messe
Kreis als Genussregion in Berlin

Käse, Äpfel, Fisch, Wein, Kräuter und Schnaps - als Genussregion Allgäu-Bodensee wird sich der Landkreis Lindau ab dem 21. Januar zehn Tage lang auf der Grünen Woche in Berlin präsentieren und dabei auch um Urlaubsgäste werben. Landrat Elmar Stegmann, der den Auftritt angeleiert hatte, spricht von einer «Riesenchance für den Landkreis».

Insgesamt 33 Personen werden wechselweise den Kreis in Berlin vertreten. Mit dabei haben sie neben Prospektmaterial für mögliche Urlauber auch viele Erzeugnisse der Region. Allein drei Tonnen Äpfel - Elstar, Gala und Jonagold - werden vom bayerischen Bodensee - größtes Apfelanbaugebiet Bayerns - nach Berlin gefahren. Die Obstbauern werden sie in Schnitze schneiden und als Kostproben verteilen.

Aber nicht nur Obstbauern und Winzer werden die Region in der Hauptstadt vertreten. Der Landkreis will sich in Berlin «als Einheit» (Stegmann) präsentieren. Deshalb sind auch Käsereien mit dabei. Mindestens zweimal täglich werden sie den Besuchern beim Schausennen erklären, wie Allgäuer Käse entsteht.

Der Landkreis hat die Chance, sich in Berlin «an einer sehr exklusiven Stelle» (Stegmann) zu präsentieren. Als einziger bayerischer Kreis bekommt Lindau einen Platz in der Halle des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, also quasi in bester Lage. Mitgeholfen dabei hat auch der Kemptener Bundestagsabgeordnete Dr. Gerd Müller, bekanntlich Staatssekretär in dem Ministerium.

Die Grüne Woche wird der Landkreis in Sachen Tourismus nutzen. So werden vier Gästeführerinnen und das regionale Tourismusmanagement an einem Stand für den Kreis werben. An beiden Wochenenden, traditionell die besucherstärksten Tage der Grünen Woche, sorgen Bürger aus dem Landkreis für Programm auf der Bühne mit Musik, Showkochen, Verkostungen und Hutmodenschauen. Sandra Denner, zuständig für das regionale Tourismusmanagement, verspricht ein «großes Bühnenprogramm».

Der Stand in der Halle des Ministerium hat neben seiner Lage noch einen anderen Vorteil: Der Kreis muss keine Gebühr bezahlen. Auf die Kreiskasse kommen so nur Reise- und etwaige Sachaufwendungen zu. Auch die anderen Beteiligten, Winzer, Käser oder Obstbauern, reisen auf eigene Kosten nach Berlin, nehmen dafür teilweise Urlaub, wie Stegmann schildert. Der Stand hat nur einen Nachteil: Es darf nichts verkauft werden, zudem darf Schnaps darf zwar ausgestellt, aber nicht ausgeschenkt werden. Dafür legt das Ministerium «viel Wert auf Informationen des Verbrauchers», wie Denner erklärt. Deshalb wird es neben dem Schausennen beispielsweise auch Sensoriktests geben.

Initiiert hatte den Auftritt des Kreises auf der Grünen Woche Landrat Elmar Stegmann. Jedes Jahr sucht der deutsche Landkreistag einen Kreis, der sich auf der Messe darstellt. «Es war wieder einmal Zeit, dass wir Flagge zeigen», beschreibt Stegmann seine Meinung. Bei den Gesprächen stieß der Landrat allerorten auf offene Ohren: Käsereien, Obstbauern, Winzer - «egal, wo ich vorgesprochen habe, überall gab es Zustimmung», freut sich der Landrat. «Es herrscht richtig Euphorie», beschreibt Martin Nüberlin, Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft Lindauer Obstbauern die Stimmung.

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