Energie
Konzessionsvertrag mit VKW läuft Ende November aus

Damit jedes Haus im Westallgäu mit Strom versorgt wird, braucht es nicht nur einen Anbieter der den Strom liefert, sondern auch Netze über die der Strom in die Steckdosen der Wohnungen und Häuser gelangt. <%IMG align='left' id='721640' title='Die Zukunft der Stromnetze'%>

 In zwei Monaten laufen nun die Konzessionsverträge für die Stromnetze im Bereich Lindenberg, Scheidegg und Oberreute aus. Bisher werden die Netze von den VKW (Vorarlberger Kraftwerke) betrieben, die auch den Strom für fast alle Gemeinden im Westallgäu liefern.

Teile der betroffenen Gemeinden haben bisher zumindest Interesse am Stromnetz bekundet, um bei der erneuerten Konzessionsvergabe zumindest ein Wörtchen mitreden zu können. Denkbar wären jedoch auch noch völlig andere Lösungen für die Gemeinden.

Von einer (Re)-Kommunalisierung wird in diesem Zusammenhang gesprochen. Das bedeutet die Gemeinden übernehmen in einer wie auch immer gearteten Form die Zuständigkeit für die Netze. Die verschiedenen Varianten und auch die Chancen und Risiken stellte nun Stefan Graf, Leiter der Geschäftsstelle des Bayerischen Gemeindetags in München, den Bürgermeistern im Landkreis Lindau bei ihrer Sitzung im Rathaus in Weiler vor. Von einem 'absolut heißen Eisen' spricht Graf beim Thema Konzessionen von Stromnetzen, vor allem wenn es um die (Re)-Kommunalisierung geht.

<%TBR from='inject' id=''%>

'Sie müssen sich klar sein, hier wird mit harten Bandagen gekämpft', warnte Graf die Bürgermeister.

Das Stromnetz selbst zu betreiben sei nur dann zu machen, wenn die Kommune über das Know-How verfüge. Sinnvoll sei ein Netzbetrieb ab 15 000 Anschlüssen, empfiehlt Graf. Häufig sinke die Netznutzungsgebühr, wenn das Stromnetz in kommunale Hand fällt, da dann 'kein Solidarpreis' mehr für die Gemeinden bezahlt werden muss, die über längere Netze verfügen. Jedoch bestehe auch die Gefahr, dass 'ein Rest-Netz übrig bleibe', warnte Graf.

'Auskömmliche Rendite'

<%TBR from='inject' id=''%>

Er machte in seinem Vortrag jedoch auch deutlich, dass sich eine Netzübernahme für die Gemeinden durchaus lohnen kann. 'Sie haben zwar keinen Einfluss auf den Strompreis, jedoch können Sie bei der Energiewende, die jetzt kommt, mit Einfluss nehmen.' Zudem biete der Schritt der Kommunalisierung für die Städte und Gemeinden die Möglichkeit 'energie-fachliches Wissen zu schaffen, das in anderen Bereichen hilfreich sein könne, wie etwa bei der Straßenbeleuchtung. 'Als Netzbetreiber sind Sie Monopolist, Sie können also mit einer auskömmlichen Rendite rechnen', sagte Graf im Hinblick auf die finanzielle Situation.

<%TBR from='inject' id=''%>

Denkbar sind laut Graf drei Varianten: Eine Kommune übernimmt das Netz und betreibt es selbst, eine Kommune übernimmt das Netz und verpachtet es dann entweder an ein kommunales oder regionales Energieversorgungsunternehmen wie etwa die Stadtwerke oder an den bisherigen Stromlieferanten. Die dritte Möglichkeit für die Kommune wäre das Netz gemeinsam mit einem Partner, wiederum den Stadtwerken oder einem Energieversorger zu betreiben.

Bundesweit laufen in nächster Zeit 2000 Verträge im Bereich Strom und Gas aus. Bisher gab es in ganz Deutschland 40 Neugründungen von kommunalen Energieversorgungsunternehmen.

<%TBR from='inject' id=''%>

Zwar sei dies laut Graf noch 'keine Rekommunalisierungswelle, doch er vermute, dass wenn 'erst einmal das erste Fünftel gemacht ist, gibt es kein Halten mehr.' Die Reaktion der Bürgermeister auf die Präsentation Grafs war eher verhalten. 'Wichtig ist, dass wir gemeinsam eine Lösung finden', betonte Vorsitzender Ulrich Pfanner.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen