Teilnehmergemeinschaft
Knatsch um Dorferneuerung Wohmbrechts

Sie ist unter Beteiligung der Bürger zustande gekommen, längst beschlossene Sache und auch der Maßnahmenkatalog steht: die Dorferneuerung Wohmbrechts. Jetzt kommen Anträge eines Bürgers auf den Tisch, der nicht nur eine Vielzahl der Maßnahmen in Frage stellt, sondern für seine vorgebrachten Alternativen auch eine Unterschriftenliste vorlegt.

ALE: «Nicht nachvollziehbar»

28 Hergatzer haben unterschrieben, dass sie wie Dirk Schelten einen Erhalt der Bäume und der gut erhaltenen Belagflächen im Dorfentwicklungsgebiet wünschen. Ebenso den Erhalt der Natursteinmauer am Feuerwehrhaus. Zu den mit zahlreichen Argumenten untermauerten Anträgen gehört die Umgestaltung der Straße «Am Kirchberg» zum Fuß- und Radweg und eine Verbreiterung im Ausfahrtsbereich zur B12, was eine Umlegung der Bundesstraße erfordern würde. Statt der inzwischen vorgenommenen Verlegung der Schulbushaltestelle auf den Parkplatz vor dem Rathaus wird eine Haltestelle zwischen Turnhalle und Firma Volta vorgeschlagen. Weiter soll der vorhandene Pausenhof der Schule beibehalten werden und kein Neubau zwischen Schule und Rathaus erfolgen.

Beantragt werden auch die Wiederherstellung des Bogens beim Durchgang Rathaus-Feuerwehrhaus, Erhalt des alten Durchgangs an der Friedhofsmauer mit Sanierung der Friedhofs- treppe sowie die Wiederherstellung des Bahnübergangs am Fuchsbühl.

Die Stellungnahmen dazu waren deutlich. Der Elternbeirat der Grundschule Wohmbrechts machte klar, dass die vorgesehene Verlegung des Pausenhofs in seinem Sinne ist und dieser Prozess nicht verhindert werden dürfe. Einzig der Schulbusverkehr müsse modifiziert werden.

Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) antwortete, dass Scheltens Argumente nicht nachvollziehbar seien, beziehungsweise Forderungen nicht mit den Zielen der Dorferneuerung übereinstimmten.

Von einem stellvertretenden Vorstandsmitglied der Teilnehmergemeinschaft (Schelten) dürfe man erwarten, dass er Beschlüsse des Vorstandes mitträgt, beziehungsweise seine abweichende persönliche Meinung in diesem Gremium darstellt, so der Hinweis vom ALE.

Bürgermeister Uwe Giebl sah das ähnlich. Nicht anwesend sein und dann so ein Schreiben loszulassen, das sei nicht der richtige Weg. Giebl wies auch den Vorwurf zurück, dass in der Dorferneuerung mit unvollständigen Plänen gearbeitet und entschieden wurde. Planer und Teilnehmergemeinschaft (TG) hätten ihre Hausaufgaben gemacht.

Ratsmitglied Klaus Bilgeri bemängelte, dass zwar bei jeder Sitzung der Punkt Dorferneuerung auf der Tagesordnung stehe, man aber über Differenzen in der TG nicht informiert worden sei. Adalbert Sohler sprach sich ohne Wenn und Aber für die geplante Verlegung des Schulhofs aus. Der jetzige Zustand - die Kinder spielen auch auf dem Grundstück des benachbarten Gewerbebetriebs - sei keine Lösung. «Wenn etwas passiert, ist das Geschrei groß», so Sohler.

Nicht entsprochen wurde dem Antrag des Bürgermeisters, beim Schlossweg zwischen Schule und Kirche, der zum Fuß- und Radweg werden soll, schon mal Zeichen zu setzen und Pfosten aufzustellen, um die Durchfahrt von Autos zu unterbinden. Die Abstimmung endete mit einem Patt und damit einer Ablehnung.

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