Religion
Klosterbruder geht in Ellhofen mit Lokalpolitikern hart ins Gericht

In der Fastenzeit wird zwar auf kalorienreiche und schmackhafte Dinge verzichtet, was aber den Stammwürzegehalt des Biers und den Pegel des Humorgenusses betrifft, darf man durchaus in die Vollen gehen. Keine Ausnahme machte am Samstagabend das Derblecken im Kloster Weißtanne in Ellhofen, wo Fastenprediger Bruder Jakob, alias Alexander Hagspiel, nicht nur hochprozentiges Bier, sondern auch eine dicke Prise Humor unter die geschätzt 350 Leute brachte.

Besonders freute den Klosterbruder, dass es heuer erstmals auch Lindenbergs Bürgermeister Johann Zeh ins Kloster zog: 'Auf die 'kurz’-weilige Geschichte ihrer Fußgängerzone gehe ich heute nicht ein, dafür aber irgendwann einmal abendfüllend.' Auch die endlose Geschichte um das Reich-Gelände stieß Bruder Jakob sauer auf: 'Ich steh’ heute zum vierten Mal hier, und jedes Jahr muss ich einen anderen Plan vorstellen.'

Bezüglich des möglichen Feneberg-Neubaus in Weiler im Baugebiet Obere Breite beim Goißebuckel betrieb der Klosterbruder politische Ursachenforschung: 'Da ist mutmaßlich die Frau Rotter dagegen. Und wo die Frau Rotter dagegen ist, da ist auch der Herr Rotter dagegen. Und wo der Herr Rotter dagegen ist, da ist auch die CSU dagegen. Und so weiter und so fort.'

Auch die Gestratzer Lokalpolitik war vor klösterlichen Rüffeln nicht gefeit: 'Die Räte haben eine Idee, darüber wird kurz im Gemeinderat gesprochen, aber nix entschieden. Man wartet dann, bis Altbürgermeister Kimpfler per Leserbrief seinen Senf dazugibt.' Die örtlichen Bürgerversammlungen brachte Bruder Jakob auf den Punkt: 'Kimpfler fragt – Buhmann antwortet.'

Beim Dauerbrenner 'schnelles Internet' outete sich der Fastenprediger als IT-Spezialist und gab Grünenbachs Rathauschef Markus Eugler den Rat, statt in die Ebratshofener Straßen ein zweites Leerrohr einzuziehen, doch das erste lieber mit einem Kabel zu bestücken: 'Glauben Sie, dass Wireless-LAN mit zwei Leerrohren schneller funktioniert?'

Dass die beiden Gemeinden Heimenkirch und Röthenbach heuer keine Schlüsselzuweisungen bekommen haben, machte Bruder Jakob an der immensen Ausleuchtung der beiden Bahnhöfe fest und schlug wieder die kommunalpolitische Brücke nach Weiler: 'Sehen Sie, Herr Bürgermeister Rudolph, es ist gar nicht so schlecht, wenn ein Bahnhof im Dunkeln bleibt."

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