Gutachten
Keine Brandstiftung bei Feuer in Scheidegg

Die Ungewissheit hatte die Familie Alber über Monate fest im Griff. Vor fast genau einem Jahr war ihr 53-jähriger Sohn an den Folgen eines Feuers gestorben. Lange stand eine vorsätzliche Brandstiftung als Ursache des Feuers im Raum. Mitterweile steht fest: Ein technischer Defekt hatte zu dem Brand in dem Einfamilienhaus in der Marktgemeinde Scheidegg geführt.

Ursache zunächst unklar

Der 53-Jährige war bei dem Brand schwer verletzt worden. Wochen später erlag er in einer Spezialklinik seinen Verletzungen. Die Ursache des Feuers war lange unklar. Brandstiftung wurde nicht ausgeschlossen. Mutmaßungen, wonach der später Verstorbene das Feuer selbst gelegt haben könnte, machten und machen die Runde im Dorf. 'Es ist eine schwere Zeit', sagt der Bruder des Verstorbenen.

Unbemerkt ausgebreitet

Die Kripo hatte nach dem Brand ein Gutachten beim Landeskriminalamt in Auftrag gegeben. Die Fachleute untersuchten die Brandstelle selbst und viele dort sichergestellte Gegenstände. Ergebnis: Zumindest zwei elektrische Geräte können den Brand über einen Kurzschluss ausgelöst haben. Das Feuer hat sich demnach unbemerkt ausgebreitet, beim Öffnen der Tür schlagartig ausgedehnt und so dem 53-Jährigen jede Chance zur Flucht genommen.

Zwar wurden laut Gutachten in der ausgebrannten Wohnung Reste von Aceton gefunden. Der Stoff kommt in Brandbeschleunigern vor, er findet sich aber auch in Klebstoff. Und in den Brandresten befand sich eine Flasche Uhu. 'Zumindest eine Richtigstellung in diesem ganzen Unglück', fasst der Bruder die Folgen des Gutachtens zusammen.

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