Preisvergabe
Kalender-Macher erhalten Heimatpreis Oberreute

Zum elften Mal hat gestern Abend der Heimatdienst Oberreute seinen Heimatpreis vergeben. Wurde in den vergangenen Jahren besonders der Erhalt alter Bausubstanzen gewürdigt, so entschied sich der Vorstand in diesem Jahr für ein 'geistiges Projekt', wie es Walter Schwärzler in seiner Laudatio formulierte. Denn geehrt wurde das 'Kalender-Team', das bereits zum zehnten Mal einen Heimatkalender zusammengestellt hat. Einblick in frühere Zeiten

'Die historischen Aufnahmen geben Einblick in frühere Zeiten und zu längst untergegangenen Betrieben und Berufen und auf Wissenswertes über Oberreuter Bürger, die das Dorfleben mitgeprägt und mitgestaltet haben', stellte Schwärzler heraus.

Das Kalender-Team ist Teil des Arbeitskreises Dorfgeschichte, der sich vor gut zehn Jahren im Rahmen der Dorferneuerung gebildet hatte. Die Idee zu einem solchen Kalender brachte der Oberreuter Ortsheimatpfleger Heinz Mößlang aus Hergatz mit. Der inzwischen verstorbene Anton Leipolz hatte dort einen Heimatkalender in Eigenregie entwickelt und vermarktet.

Mit der Idee eines solchen Kalenders in Oberreute überzeugte Mößlang den Arbeitskreis sehr schnell und schon 2003 gab es die erste Auflage. Jeweils im April eines Jahres beginnen die Vorarbeiten mit dem Sichten der historischen Aufnahmen. Sie hat unter anderem Walter Hehle in den vergangenen Jahrzehnten zusammengetragen.

Schlicht als 'wertlos' aus Sicht der Heimathistoriker bezeichnet Heinz Mößlang Fotos, die Personen zeigen, deren Namen nicht bekannt sind. Daher lässt Walter Hehle auch nicht locker, bis er von verschiedenen Personen die Namen der abgebildeten Ahnen bestätigt bekommen hat.

Und so finden sich auch im Kalender 2012 wieder Bilder, auf denen mancher Oberreuter Bürger seine Vorfahren entdecken kann. So beispielsweise von der Erstkommunion des Jahrgangs 1938 oder von der Musterung des Jahrgangs 1898 während des ersten Weltkriegs.

Aber auch die 'industrielle Vergangenheit' des Ortsteils Irsengund wird aufgezeigt.

So würdigte Walter Schwärzler in seiner Laudatio auch die 'mühevolle und zeitaufwändige' Arbeit zum Zusammentragen von Fakten und Daten.

Und als 'Sahnehäubchen' bezeichnete Schwärzler die Mundartverse von Margit Kleber, die jedes einzelne Kalenderblatt abrunden. Sie leiste damit zugleich auch 'einen Beitrag zur Pflege der Westallgäuer Mundart'. Insgesamt sei 'der Kalender nicht mehr wegzudenken', so Schwärzler, weshalb zum zehnjährigen Bestehen der Preis mehr als verdient sei.

Erhältlich ist der Heimatkalender 2012 noch im Gästeamt, der Tankstelle Rief und dem Dorfladen. Er kostet 5 Euro.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen