Halle
Ja zum Bauantrag, Nein zur Werkplanung

Klaus Vörös ist zwar kein Mitglied im Opfenbacher Gemeinderat, aber in den Sitzungen des Gremiums derzeit dennoch Dauergast. Denn als Vorsitzender des Turn- und Sportvereins will er einerseits das Interesse seines Vereins signalisieren, andererseits aber auch auf dem neuesten Stand der Entwicklung sein.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung gab es für Vörös ein Wechselbad der Gefühle: Einerseits stimmten die Gemeinderäte einstimmig für den Bauantrag zum Umbau und zur Erweiterung der Halle. Andererseits stellten die Räte die Auftragsvergabe für die rund 110000 Euro teure Werkplanung zurück. Zunächst, so die einhellige Meinung im Gremium, sollen konkrete Zahlen zu den Zuschüssen auf dem Tisch liegen. Das könnte, so Bürgermeister Matthias Bentz, im März der Fall sein.

«Wie bei anderen Bauanträgen auch», habe der Gemeinderat zu entscheiden, erläuterte Bentz. Formal handele es sich bei dem Um- und Neubau um eine Maßnahme im örtlichen Innenbereich. Ein Bebauungsplan bestehe nicht, weshalb sich das Projekt in die nähere Umgebung einzufügen habe. Einstimmig stimmten die Gemeinderäte dem Bauantrag der Gemeinde zu.

Architekt Wolff Stottele zeigte anschließend den zeitlichen Ablauf auf: Beginne die Werkplanung erst nach Vorliegen der Förderbescheide, dann sei ein Baubeginn im Frühjahr 2012 realistisch. Für den Neubau sei ein Jahr einzuplanen, anschließend folge der Umbau der bestehenden Halle. Das gesamte Projekt sei dann im Herbst 2013 abgeschlossen. Beginne die Werkplanung sofort, dann könne schon im Spätsommer 2011 mit dem Bau begonnen werden. Er machte auch darauf aufmerksam, dass bei einem späteren Baubeginn mit einer Kostensteigerung zu rechnen sei.

Zahlreiche Gemeinderäte sprachen sich gegen eine sofortige Werkplanung aus. Am deutlichsten formulierte es Gerhard Fechtig: «Wir sollten uns erst dafür entscheiden, wenn das Projekt durchfinanziert ist. Vergeben wir die Werkplanung schon jetzt, besteht die Gefahr, dass ein Handlungsdruck entsteht und kein Zurück mehr möglich ist». Seiner Meinung nach befinde sich der Gemeinde vor einer «roten Linie, die nicht überschritten werden sollte». Und weiter: «Auch wenn die Öffentlichkeit meint, das Projekt sei in trockenen Tüchern, so ist es doch noch immer unsicher, ob das Projekt überhaupt zu verwirklichen ist.»

Angesichts dieser Äußerung habe er den Eindruck gehabt, sich «im falschen Film» zu befinden, bekannte Klaus Vörös nach der Sitzung. In der Deutlichkeit von Fechtig argumentierte zwar kein anderer Gemeinderat und Christian Eger mahnte, die internen Arbeiten auf keinen Fall zu unterbrechen und insbesondere den noch ausstehenden Grunderwerb voranzutreiben. Dennoch fiel die Entscheidung, die Vergabe der Werkplanung zu verschieben, einstimmig.

 

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