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Internationales Workcamp in Oberreute und Stiefenhofen

«Ein Sightseeing-Urlaub ist nicht mein Ding», stellt der 18-jährige Sylvain fest. Der junge Belgier ist mit dieser Auffassung nicht allein: Auch die anderen 14 jungen Erwachsenen, die derzeit an einem internationalen Workcamp in Oberreute und Stiefenhofen teilnehmen, haben sich bewusst für eine etwas andere Art des Reisens entschieden: Drei Wochen leben sie in einer Gruppe zusammen, arbeiten in Bereichen des Naturschutzes und lernen so Land und Leute im Westallgäu kennen.

Sylvain sieht in dem Workcamp eine gute Möglichkeit, Deutschland auf eine preiswerte Weise kennen zu lernen. Und gleichzeitig freut er sich auf die Begegnung mit jungen Leuten aus aller Welt. Und das bietet ihm das Workcamp: Denn im Oberreuter Ortsteil Kremlerbad sind vor wenigen Tagen elf Frauen und vier Männer zwischen 17 und 25 Jahren angereist. Sie kommen unter anderem aus Südkorea, Estland, Russland, Spanien, Taiwan und Ungarn.

<< Die Vielfalt der Kulturen ist dabei durchaus gewollt >>, sagen die Leiter Patricia Klöber und Alexander Wernke. Sie besitzen eine Ausbildung bei den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (IJGD). Diese Organisation mit Sitz in Bonn veranstaltet auch das Camp.

Vor Ort sind Leiter und Teilnehmer aber gefordert, den Alltag selbst zu organisieren. Das beginnt beim Einkauf. Ausgestattet mit Tipps von den Gemeinden (<< Die Bürgermeister haben uns supernett begrüßt >>), achten die jungen Leute bei der Ernährung auf Produkte aus der Umgebung und decken sich beispielsweise bei einem benachbarten Landwirt mit Milch und Eiern ein. Das alles im Sinn jenes Mottos, das über den ganzen drei Wochen steht: << Naturschutz am Fuß der Alpen >>.

Nachhaltigkeit spielt dabei eine große Rolle - wie die Teilnehmer gleich bei ihrem ersten Einsatz im Kräutergarten Artemisia in Hopfen gelernt haben. In den kommenden drei Wochen sollen sich praktische Arbeit und Theorie durchaus abwechseln. So kann sich Bürgermeister Gerhard Olexiuk aus Oberreute vorstellen, dass die Teilnehmer am neuen << Schmugglerpfad >> mitarbeiten.

Auch ein Einsatz am Bahndamm in Harbatshofen sowie der Bau von Vogelnistkästen sind vorgesehen. Eine Sennerei und eine Brauerei wollen die Teilnehmer besichtigen - und ihre freie Zeit für Ausflüge zum Schloss Neuschwanstein, an den Bodensee und in die Berge nutzen.

Anreise selbst bezahlt

Die Teilnehmer haben ihre Anreise selbst bezahlt und auch einen Teil der Verpflegungskosten übernommen. Den Rest sowie die Kosten für den Bus, der für die Gruppe angemietet wurde, teilen sich die Gemeinden Stiefenhofen und Oberreute. Über das Amt für ländliche Entwicklung ist aber auch der Freistaat an den Kosten beteiligt, denn einzelne Maßnahmen können über das in beiden Kommunen laufende Flurbereinigungsverfahren abgewickelt werden.

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