Beschluss
Heimenkirch öffnet sich den Waldkindern

Der Marktgemeinderat Heimenkirch hat - bei einer Gegenstimme - ein grundsätzliches Ja ausgesprochen zum Wunsch einer Elterninitiative, im Hammermoos bei Riedhirsch einen Waldkindergarten einzurichten. Er wäre auch bereit, gemeindliche Grundstücke für dieses Projekt zur Verfügung zu stellen, möchte davor jedoch ein detailliertes Konzept sehen.

Gemeinde nicht belastet

Bürgermeister Markus Reichart informierte das Gremium über die Anfrage einer Elterngruppe um die Röthenbacherin Evelyn Zürn, die noch heuer einen Waldkindergarten als Halbtagesgruppe gründen will. Die Trägerschaft der Einrichtung übernimmt ein Verein, erklärte Reichart, die Gemeinde sei weder mit Kosten noch mit organisatorischen Fragen belastet. Der «ambitionierte Zeitplan» der Initiatoren, so Reichart, sehe vor, nach Möglichkeit schon am 1. Mai mit einer Halbtagesgruppe von 15 Kindern unter Aufsicht von zwei Erzieherinnen zu starten.

Kita-Leiterinnen stimmen zu

Die Leiterinnen der Heimenkircher Kindertagesstätten Kathrin Novy-Rankl (Don Bosco) und Lucia Ehlert (Arche Noah) hätten sich nach einem Gespräch mit Initiatorin Evelyn Zürn und Bürgermeister Markus Reichart aufgeschlossen gegenüber dieser Idee gezeigt, berichtete Reichart dem Gremium. Auch er halte einen Waldkindergarten für eine «Bereicherung der Angebotspalette in Heimenkirch», sagte Reichart.

Erst das Gespräch gesucht

Zudem wertete er es als «positive Vorgehensweise der Initiative», dass sie erst das Gespräch mit der Gemeinde gesucht habe, bevor sie mit einzelnen Grundstücksbesitzern in Verhandlungen tritt.

Als grundsätzlich positives Signal will der Gemeinderat seinen Beschluss verstanden wissen, in dem er dem Vorhaben zustimmte. Im Protokoll wurde aber auch festgehalten, dass noch einige Fragen zu klären sind, etwa wie viel Fläche die Gruppe benötigt oder wie oft und weitläufig die Buben und Mädchen benachbarte Grundstücke betreten und mitnutzen.

Welche Beeinträchtigungen?

Mehr erfahren möchten die Heimenkircher Gemeinderatsmitglieder auch über Haftungsangelegenheiten, mögliche Beeinträchtigungen für Natur und Wild, Parkflächen beziehungsweise Treffpunkte und die beheizbare Unterkunft, die auch eine Waldkindergartengruppe benötigt.

Xaver Schneider zweifelte den Bedarf für einen Waldkindergarten an. «Ich denke, wir brauchen so etwas nicht», sagte er. «Unsere Kindergärten liegen nahe bei Wald und Leiblach. Dort können sich die Kinder austoben.»

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