Junge Talente
Hana Seung (18) aus Scheidegg hofft , dass es auch an der Uni ein Orchester gibt

Ein hervorragendes Abitur mit der Schnapszahl 1,1 in der Tasche, jede Menge Freizeit in den nächsten Wochen sowie konkrete Planungen für eine berufliche Zukunft als Ärztin - Hana Seungs Stimmung könnte derzeit kaum besser sein, wäre da nicht der Abschied von der Bigband des Lindenberger Gymnasiums. Genauso intensiv nämlich wie sich die 18-Jährige aus Scheidegg erfolgreich auf ihre Abi-Prüfungen vorbereitet und gepaukt hat, hängt ihr Herz leidenschaftlich an der Musik: «Dieser Abschied tut schon besonders weh. Die Band hat mich schließlich lange Zeit durch meine Schulzeit begleitet.»

Klarinette, Altsaxophon und Sopransaxophon, diese drei Instrumente beherrscht die gebürtige Stuttgarterin mit koreanischem Familienstammbaum aus dem Effeff. Vor elf Jahren fing sie mit dem Klarinettenunterricht an der Musikschule Lindenberg an, startete in der 8. Klasse ihre instrumentelle << Zweitkarriere >> auf dem Altsaxophon und hat vor drei Jahren zusätzlich noch das Sopransaxophon in ihr Repertoire aufgenommen. Das Sopransaxophon hat für die Abiturientin einen ganz besonderen Reiz, weil es in gewisser Weise eine Mischung aus Klarinette und Saxophon darstellt: << Von den Griffen her ist es zwar ganz ähnlich, aber es vermittelt eine ganz andere Stimmung, als die beiden anderen Instrumente. >>

Während sie die Klarinette auf dem klassischen Weg über die Musikschule erlernt hat, nahm sie ihre Ausbildung als Saxophonistin kurzerhand selbst in die Hand und brachte sich die richtigen Griffe und Kniffe selbst bei: << Ich habe mir die Grifftabelle aus dem Internet geholt, und das hat eigentlich recht gut funktioniert. Alles andere ging dann recht schnell. Nach ungefähr einem Jahr spielte ich schon in der Sieber-Band. >>

Rückblickend fallen der bereits mehrfach preisdotierten Musikerin drei Namen ein, die ihre Karriere maßgeblich mitbeeinflusst haben. Die musikalischen << Basics >> und Disziplin habe sie vor allem ihrem Klarinettenlehrer Thomas Zivkovic zu verdanken.

Bandleader Reinhard Sieber habe ihr die Augen für Jazz und Musik-Leidenschaft geöffnet, und Musiklehrer Wolfgang Bohl habe ihr und vier weiteren Schülern im Klezmer-Ensemble Gemeinschaftsgefühl sowie das Feingefühl beim Interpretieren näher gebracht, so Hana Seung.

Auf die intensive Unterstützung dieser drei Personen und auch ihrer Eltern führt Hana ihren erfolgreichen Weg als Musikerin zurück: << Das ging von allen über das normale Maß hinaus, aber erst dann kannst du so richtig aufblühen. Ich werde dieses Erfolgsrezept für immer beherzigen. >> Schrecklich wäre es für die angehende Studentin, wenn ihre zukünftige Uni kein Orchester oder keine Bigband hätte: << Wenn nicht, dann gründe ich ein Ensemble. Ohne Musik geht es einfach nicht. >>

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