Doppeljubiläum
Großer Umzug und Gemeinschaftschor bei Doppelfest in Scheffau

Die letzten zwei Stunden vor dem Festumzug waren eine Zitterpartie. Strömender Regen am Vormittag veranlasste die Organisatoren des Doppelfestes in Scheffau, den Umzug - schweren Herzens -abzusagen. Doch kurz vor knapp lichteten sich die Wolken, die Niederschläge hörten auf und nichts konnte den Höhepunkt aufhalten, mit dem die Scheffauer das 150-jährige Bestehen ihres Musikvereins und das 135-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr feierten.

<< Das einzige was am Ende nicht geklappt hat, war, die Pferde für die Festwagen zu organisieren. Wir haben dann einfach Traktoren genommen >>, sagte Martin Fehr. Sieben originelle Wagen und knapp 1700 Teilnehmer in Uniformen, << Innerhalb einer halben Stunde haben wir sämtliche Gruppen angerufen und alles organisiert >>, erzählte später der Vorsitzende des Musikvereins, Martin Fehr.

<< Das war unheimlich stressig. >> Am Ende hat sich die Mühe gelohnt. Die die etwa 3000 Gäste erlebten ein einfallsreiches Spektakel.

Trachten und Kostümen zogen durch das malerische Westallgäuer Dorf. Die Gruppen waren überwiegend aus dem oberen Landkreis und aus Voralberg gekommen.

Sie hatten sich allerlei Sehenswertes ausgedacht. Marschkapellen sorgten für den richtigen Ton und einen flotten Schritt, und die liebevoll dekorierten Festwagen waren die << Hingucker >> schlechthin.

Sogar Ihre Majestät gab sich die Ehre. Über alle erhaben thronte König Ludwig höchstpersönlich auf einem bekranzten Gefährt des König-Ludwig II-Vereins aus Scheffau und winkte seinen Untertanen huldvoll zu. Viel Zuspruch fand auch die Kolpingfamilie Scheidegg.

Von einem Esel, einer Ziege und Enten begleitet, erntete ihre Schmuggler-Truppe viel Gelächter. Auch die Jägerschaft Scheffau hat mit ausgestopften Tieren einen kreativ in Szene gesetzten Wagen präsentiert.

Sowohl Organisatoren als auch Teilnehmer und Zuschauer waren am Ende froh, dass der Umzug trotz zunächst widriger Umstände stattgefunden hat.

Klanggewaltiger Gesamtchor

Der nächste folgte im Anschluss, als die Musikkapellen ins Festzelt zogen und einen klanggewaltigen Gesamtchor bildeten. Das Bangen in der Früh und das Wetterglück in letzter Sekunde mögen neben der mitreißenden Musik für die ausgelassene Stimmung gesorgt haben, mit der das viertägige Fest ausklang.

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