Gemeinderat
Geldautomat in Oberreute: Sparkasse und Raiffeisenbank sollen zusammenarbeiten

Seit die Sparkasse ihre Geschäftsstelle in Oberreute geschlossen hat, ist sie mit Selbstbedienungsgeräten in einem Raum der örtlichen Tankstelle vertreten. Deren Besitzer möchte umbauen und hat daher den Mietvertrag gekündigt. Nun ist die Sparkasse auf der Suche nach einem neuen Standort. Nur unter Vorbehalt signalisierte der Gemeinderat Bereitschaft, behilflich zu sein.

Denn mehrheitlich wünschen sich die Räte, dass die Sparkasse mit der Raiffeisenbank kooperiert und zumindest deren Geldausgabeautomat den Sparkasse-Kunden in Oberreute kostenlos zur Verfügung steht.

Für ihre Kunden in Oberreute möchte die Sparkasse einen 2,80 mal 2,10 Meter großen Pavillon errichten. Nachdem zwei andere von der Gemeinde vorgeschlagene Standorte für das Kreditinstitut nicht in Betracht kamen, fokussiert die Sparkasse nun einen Standplatz für den Pavillon neben dem Dorfladen. Den hat die Gemeinde angemietet und langfristig verpachtet.

Mit dem Sparkassen-Pavillon als neuem Nachbarn sei die Pächterin 'wenig glücklich', informierte Bürgermeister Gerhard Olexiuk jetzt die Gemeinderäte – 'aber letztlich würde sie die Entscheidung mittragen'.

Ein Stellplatz neben dem Laden würde wegfallen. Olexiuk machte klar: 'Kommt diese Lösung nicht zustande, zieht sich die Sparkasse ganz aus Oberreute zurück.

' Die Gemeinde selbst müsse dazu 'grünes Licht' geben. Kosten seien für die Kommune damit nicht verbunden.

'Nicht mit Ruhm bekleckert'

Walter Schwärzler sprach sich dagegen aus. 'Die Pächterin hat einen gültigen Vertrag mit uns, der eine Unterverpachtung ausschließt. Jetzt würden wir genau das tun', so sein Argument.

Der Vertrag müsse neu geregelt werden. Zudem: 'Die Sparkasse hat sich hier nicht mit Ruhm bekleckert, zahlt keine Gewerbesteuer und spendet im Gegensatz zur Konkurrenz nichts an Vereine im Ort.' Und Schwärzler brachte ins Spiel, dass sich die Sparkasse mit der Raiffeisenbank einigen sollte, damit deren Geldautomat für Sparkassen-Kunden kostenlos zu nutzen ist.

Grundsätzlich sei das denkbar, so Schwärzler, der bereits mit der Raiffeisenbank gesprochen hat.

In der Folge ging es hin und her. Josef Milz sprach sich für 'etwas Konkurrenz zur Raiba' aus. Und: 'Ein Parkplatz weniger macht nichts.' Manfred Fink sah die Notwendigkeit für einen Pavillon nicht, wenn die Möglichkeit bestehe, dass der Raiba-Automat auch Sparkassen-Kunden zur Verfügung stehe.

'Einfach einen Pavillon aufzustellen' könne nicht die Lösung sein, so Heinrich Kretz. Reinold Schwärzler sah kein Problem in dem Vorhaben: 'Das bringt dem Dorfladen doch mehr Kunden'.

Am Ende standen zwei Beschlüsse: Einstimmig votierten die Räte dafür, mit beiden Kreditinstituten zu reden, um eine kostenfreie Nutzung des Geldautomaten zu erreichen.

Dann könne auf den Pavillon verzichtet werden. In einer zweiten Abstimmung entschied das urlaubsbedingt verkleinerte Gremium mit fünf zu drei Stimmen, dass der Pavillon errichtet werden darf, sollten sich Sparkasse und Raiffeisenbank nicht einigen können.

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