Adventssingen
Felder-Chor mit 50-jähriger Tradition präsentiert in Scheidegg Besonderes zur Adventszeit

In der Vielzahl der Adventskonzerte in diesen Wochen nimmt das Adventssingen des Felder-Chores eine besondere Rolle ein – ist es doch ein vorweihnachtliches Konzert mit über 50-jähriger Tradition. Sein Publikum findet der Chor dabei mühelos. Nahezu 200 Besucher kamen in diesem Jahr in die Scheidegger St.-Gallus-Kirche.

Rund 35 Jahre leitete Erich Felder die Lindenberger Singschule. Heute, mit 83 Jahren, ist er noch immer der Leiter des nach ihm benannten Chors, der aus dem ehemaligen Jugendchor der Singschule heraus entstanden ist.

Von Mariensingen im Frühjahr abgesehen ist das Adventskonzert der einzige Anlass, an dem der Chor auftritt. Die große Resonanz darauf freut Klaus Felder. Der Sohn von Erich Felder ist selbst seit Jahrzehnten bei den Konzerten dabei und erlebt sie als 'beseelte Stunde', die 'einfach zur Weihnachtszeit gehört'.

Mit dieser Einschätzung war er nicht allein. Denn die große Besucherzahl brachte zum Ausdruck, dass inmitten von Adventsmärkten und vorweihnachtlichem Stress der Bedarf an einer ruhigen Stunde in der Kirche groß ist.

Zu hören waren nicht jene Weihnachtslieder, die auch in jedem Kaufhaus pausenlos abgespielt werden. Vielmehr trug der Chor klassische, alpenländische Lieder vor. Erich Felder hatte dabei einen fast liturgischen Ablauf vorgegeben. Er reichte von der Verkündigung ('O Maria sei gegrüßt' und 'Maria und der Engel') bis hin zur Geburt Jesu ('Zu Bethlehem geboren' und 'Sehet den Stern').

Gemeinsam mit seiner Frau Sabine Felder und seiner Schwägerin gleichen Namens trat Klaus Felder dreimal zu einem Dreigesang vor die Besucher.

Und seine Tochter Amelie beeindruckte mit ihrem Solo 'Der Steuerbot’ hats ihnen gsagt'. Die von Mitgliedern der Felder-Familie gebildete Stubenmusik gab dem Konzert einen besonderen Rahmen. Den Erlös spendet der Felder-Chor auch in diesem Jahr dem Projekt 'Vila Brasilia'.

Info: Das Adventssingen wird am kommenden Sonntag, 11. Dezember, um 16.30 Uhr in der Aureliuskirche in Lindenberg wiederholt.

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