Trinkwasser
Erste Maßnahme gegen Trinkwasserverunreinigung ndash Hochbehälter in Weiler wird abgedichtet

Eine gute Nachricht überbrachte Bauamtsleiter Stephan Bauer dem Gemeinderat von Weiler-Simmerberg: Nachdem nun endlich eine ausführende Firma gefunden werden konnte, können die Sofortmaßnahmen am defekten Hochbehälter in der Sandbühlstraße in Weiler umgesetzt werden.

Diese waren bereits in der September-Sitzung des Gremiums vom Ingenieurbüro AGP (Ravensburg) angekündigt worden, doch die Suche nach einer Firma hatte sich laut Bauer als schwierig erwiesen. "Die Auftragsbücher sind voll", hat er bei seinen Nachfragen festgestellt.

Diese Woche nun soll es ans Abdichten des 1946 gebauten Hochbehälters gehen, in dem im Frühjahr Verunreinigungen des Trinkwassers gefunden worden waren. Eine große Schwachstelle waren der Deckel und die Lüftung.

Nach Abschluss der Sofortmaßnahme soll die Chlorung weiter reduziert und anschließend neue Proben entnommen werden. Erst wenn längerfristig keine Keime mehr gefunden werden, könne in Absprache mit dem Gesundheitsamt die Chlorung dann ganz aufgehoben werden, so Bauer.

Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph wies darauf hin, dass das Wasser für die rund 700 Haushalte inzwischen nur noch 'vorsichtshalber' mit einer geringen Dosierung von 0,03 bis 0,05 Milligramm pro Liter gechlort werde. 'Das ist eine Minimalchlorung, die nicht spürbar sein müsste', so der Rathauschef.

Xaver Fink wunderte sich, dass die Umsetzung der mit 9000 Euro angesetzten Sofortmaßnahme nach mehrwöchiger Wartezeit nun doch plötzlich gehe. Ob denn wirklich alle Firmen so überlastet gewesen seien, hakte er nach. Das bejahte Bauer. 'Ich hätte es liebend gerne früher gemacht, aber ich kann keinen herzaubern', sagte er.

Der mit zwei Kammern a 300 Kubikmeter ausgestatteten Hochbehälter ist unweit der Volksschule Weiler im Boden vergraben. Ganz unabhängig vom Erfolg der Sofortmaßnahmen wird die Gemeinde wohl nicht darum herumkommen, einen neuen anzuschaffen. Er wird wohl über eine Million Euro kosten. Eine entsprechende Studie wird derzeit vom Ingenieurbüro angefertigt.

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