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Erneut geht ein Amtsleiter in Weiler ndash Roland Schlechta wechselt in Nachbarort Scheidegg

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Für die Marktgemeinde Weiler-Simmerberg ist es ein herber Verlust: Bauamtsleiter Roland Schlechta verlässt nach 32 Jahren das Rathaus und wechselt in die Nachbargemeinde Scheidegg. Spätestens zum 1. Oktober wird er dort die Nachfolge von Bauamtsleiter Herbert Gebath antreten, der in Ruhestand geht.

Das Abc der kommunalen Verwaltung hat Schlechta im Rathaus in Weiler gelernt. Nach der Ausbildung arbeitete er sich dort zum Amtsleiter hoch. Über die Gemeindegrenzen hinaus hat er sich einen Namen gemacht mit verschiedenen Weißtannen-Projekten und der Brennholzbörse, die er ehrenamtlich am Bahnhof betrieben hat. 'Die wird sicher geschlossen', bedauert der gebürtige Weilerer. Über die Gründe des Tapetenwechsels nach über 30 Jahren will sich der Kommandant der Feuerwehr Weiler nicht näher äußern. Nur so viel: 'Ich bin der fünfte Amtsleiter innerhalb von drei Jahren, der geht.'

In Scheidegg ist der erfahrene Mann hochwillkommen. Bürgermeister Ulrich Pfanner legt aber Wert darauf, dass die Gemeinde Schlechta nicht abgewoben habe: 'Es war eine normale Bewerbung.'

Die Kündigung sei für ihn sehr überraschend gekommen, sagt der Weilerer Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph. 'Das tut mir sehr leid. Er hatte unwahrscheinliche Kompetenzen, sich über die Maße engagiert und sehr unternehmerisch gedacht', betont der Rathauschef und nennt als Beispiel das Bauhofkonzept, mit dem Fahrzeug- und Personaleinsatz optimiert werden konnte. Bewerbungen für Schlechtas Nachfolge liegen laut Rudolph bereits vor.

Angesprochen auf Querelen innerhalb des Rathauses, von denen hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird, meinte Rudolph: 'Ich denke, ich habe sehr gut mit ihm zusammengearbeitet.' Darüber hinaus lasse er es dahin gestellt, ob es vor seiner Amtszeit (seit 2002) keine Reibungspunkte im Rathaus gegeben habe. 'Ich versuche immer, dass man gut miteinander umgeht', so Rudolph. Innerhalb der Verwaltung herrsche ein gutes Betriebsklima, findet er. Das sehe man beispielsweise daran, dass bei Betriebsausflügen oder Weihnachtsfeiern stets mehr als zwei Drittel dabei seien.

'Ich denke, dass jetzt wieder Ruhe einkehrt', sagt Rudolph. Es sei 'Philosophie der Personalentwicklung', junge Leute heranzuziehen und zu fördern. Als Beispiele nennt er Claudia Schäfer (Hauptamt) und Patrick Walzer (Ordnungsamt), die ihre Ausbildung im Rathaus absolviert haben – so wie Roland Schlechta vor fast 32 Jahren. (bes, pem)

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