Bebauungsplan
Einheitliche Regelung für das Aufstellen von Werbeanlagen

Eine einheitliche Regelung für das Aufstellen von Werbeanlagen im Gebiet «Am Bahnhof» in Weiler hat der Gemeinderat beschlossen. Somit sind nun maximale Höhe, Größe und die Art der Beleuchtung definiert. Das war in diesem Gebiet bislang nur teilweise der Fall. Den Beschlüssen vorausgegangen war eine intensive Diskussion mit vielen verschiedenen Wortmeldungen. «Werbung ist ein wichtiger und sensibler Bereich», meinte Gemeinderat Thomas Hele.

Freistehende Werbeanlagen sind dort künftig zulässig, dürfen jedoch maximal sechs Meter hoch sein. Die Fläche ist auf höchstens 10,5 Quadratmeter eingegrenzt. Diese Zahl nahmen die Räte auf Anraten von Städteplanerin Nina Doll vom Planungsbüro Sieber (Lindau) auf. «Alles drunter wird in der Regel vor Gericht nicht standhalten», gab sie zu bedenken, nachdem zuvor auch kleinere Obergrenzen genannt worden waren.

Härter durchgegriffen hätte 2. Bürgermeister Josef Reichart. Er wollte freistehende Werbetafeln am liebsten ganz verbieten und es im Zweifel darauf ankommen lassen, dass ein Unternehmen das Recht darauf einklagt. «Dann muss er eben vor Gericht gehen, wenn es ihm Spaß macht», meinte Reichart.

Werbeanlagen an Gebäuden dürfen im Gebiet «Am Bahnhof» nur unterhalb der Traufe angebracht werden. Das entspricht umgerechnet einer Höhe von 7,50 Metern. Sie dürfen zehn Prozent der Wandfläche nicht überschreiten, wobei auch hier maximal 10,5 Quadratmeter als Obergrenze definiert sind.

Geregelt ist auch, dass Fahnen in diesem Gebiet, in dem unter anderem Penny-Markt, KiK und Tedi ihre Filialen angesiedelt haben, maximal acht Meter hoch sein dürfen.

Ein sensibler Punkt war und ist das Thema Beleuchtung, nachdem die Gemeinde vor einiger Zeit quasi in letzter Sekunde das Aufstellen einer sehr dominanten Reklametafel im Bereich KiK/Tedi hatte verhindern können.

Ohnehin seien die Anwohner dort draußen am Ortseingang nicht gerade begeistert von dem «Lichtspielen», die ihnen geboten würden», gab Gemeinderat Bruno Bernhard zu Protokoll, der selbst nur einen Steinwurf davon entfernt wohnt und sich folglich vehement für möglichst kleine und unauffällige Werbeanlagen aussprach. «Wir wollen Werbung nicht im Sinne von Auffallen, sondern von Erkennen», sagte er. In Sachen Beleuchtung herrschte auch Einigkeit: Die Beleuchtung muss kontinuierlich sein und indirekt (also durch Anstrahlen) erfolgen. Somit sind auch Blinklichter ausgeschlossen. «Die Beleuchtung ganz verbieten geht nicht. Es sei denn, es würde sich hierbei um landschaftlich hochsensible Bereiche wie FFH oder ein Biotop handeln», sagte Städteplanerin Nina Doll dazu.

Um eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten, beschlossen die Räte anschließend einstimmig, die Vorgaben des benachbarten Gewerbegebietes «Am Stampfbach» anzugleichen.

 

Für das Gewerbegebiet «Am Bahnhof» in Weiler, in dem unter anderem die Discounter KiK und Tedi angesiedelt sind, hat der Gemeinderat jetzt eine einheitliche Regelung für Werbeanlagen beschlossen. Foto: Matthias Becker

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