Abwasserverband
Eine halbe Million für Investitionen

Der Abwasserverband Obere Leiblach will 2011 rund eine halbe Million Euro investieren: in je zwei Regenrückhaltebecken in Engelitz und Ruhlands für insgesamt 200000 Euro, den Ausbau des Prozessleitsystems auf dem Klärwerk (150000 Euro), die Aufstockung des Betriebsgebäudes (100000 Euro) und den Erwerb eines Motormähers, einer Formsäge, eines Hochdruckspülgerätes und einer Kanalkamera (56000 Euro).

Starkverschmutzerzulagen

Der 3,4-Millionen-Haushalt 2011 wurde von der Verbandsversammlung einstimmig verabschiedet. Die Einnahmen aus den Kanalgebühren, heuer noch mit 1,37 Millionen Euro veranschlagt, werden auf «realistische» (Reichart) 1,2 Millionen Euro sinken. Grund: Die Starkverschmutzerzulagen aus den beiden Betrieben Hochland und Löwenbräu Meckatz werden bis zum Frühsommer neu berechnet. «Das wird dazu führen, dass die Einnahmen 2011 zurückgehen», sagte Vorsitzender Markus Reichart voraus.

Demgegenüber werden nur noch 150000 Euro an Anschlussbeiträgen erwartet, denn «alle Baugebiete sind abgerechnet», informierte Reichart. Lediglich Ausbauten, Lückenbebauungen und Grundstückszuerwerbe seien abzurechnen.

Lau: Motormäher ausleihen

Die Schlammabfuhr schlägt mit 65000 Euro zu Buch, Heizung und Strom mit 115000 Euro, fürs Personal werden 315000 Euro ausgegeben, für den Unterhalt der Anlagen und Leitungen 130000 Euro.

Den Motormäher für die Regenrückhaltebecken könne man vielleicht auch ausleihen, oder mit anderen teilen, schlug Albert Lau (Heimenkirch) vor, weil das Gerät nur wenige Stunden im Jahr benötigt werde. Bürgermeister Uwe Giebl könnte sich das gut vorstellen; seine Gemeinde Hergatz benötige ebenfalls solch einen Mäher.

Michael Übelhör (Heimenkirch) fand die Summe von 100000 Euro für den Ausbau des Dachgeschosses entschieden zu hoch. Das war von den Klärwerksmitarbeitern angeregt worden, weil sie lediglich einen Aufenthaltsraum mit Küche zur Verfügung haben; sie wollen einen Mehrzweckraum (unter anderem für Besprechungen) erhalten, wie der technische Betriebsleiter Norbert Hillenbrand vortrug. Vorsitzender Reichart merkte an, das sei nur eine fiktive Zahl, denn es gebe weder Pläne noch Berechnungen.

Überschuss in Millionenhöhe

Ein voraussichtlicher Überschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus dem Jahr 2010 wird ins neue Haushaltsjahr übernommen. In seiner Schlussbemerkung sprach Reichart von einem erfreulichen Ergebnis, weil rund 1,3 Millionen Euro an Überschuss verbleiben.

«Mit diesem Betrag können bis auf einen Rest von 500000 Euro die gesamten Verbindlichkeiten des AOL abgelöst werden, wenn die Zinsbindungen ausgelaufen sind». Drei kleinere Darlehen laufen Mitte 2011 aus, eines über 300000 Euro im Jahr 2012 und das letzte große (derzeit rund 1,5 Millionen Euro) Ende Januar 2015.

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