Skisaison
Durchwachsene Bilanz der Westallgäuer Liftbetreiber

Vor allem der frühe Wärmeeinbruch zu Beginn des Jahres ist einer der Gründe, weshalb die Westallgäuer Skiliftbetreiber nur eine durchwachsene Skisaison verbuchen können. Der Schnee ist nun längst geschmolzen und die Liftbetreiber ziehen Bilanz:

Schanzenlift Weiler: Aufgrund des frühen Winterbeginns hat Franz Kleiner, Vorstand der Skiabteilung der Sportvereinigung Weiler, anfänglich auf eine gute Skisaison gehofft. Besonders die Kinder seien in Strömen auf die Piste gezogen. «99 Prozent unserer Gäste sind Kinder.» Allerdings rechne er mit keinem Gewinn. Doch das sei auch nicht seine Priorität. «Unser Ziel ist es, dass die Kinder beschäftigt sind», betont Kleiner.

Panoramalifte Hopfen: 70 Betriebstage zählte der Eigentümer Franz Wagner der Panoramalifte in Hopfen - insgesamt jedoch deutlich weniger als im Vorjahr. «Bis Mitte Januar war die Auslastung sehr gut, anschließend folgte der Einbruch», so Wagner. Besonders auffällig: Es wurden diese Saison nur wenige Flutlichtveranstaltungen durchgeführt. «Erst war es zu kalt und anschließend zu warm», klagt der Eigentümer.

Momentan werde über eine Kürzung der Flutlichtzeiten nachgedacht. Bisher bestand das Angebot an drei Abenden pro Woche.

Fluckenlift Maierhöfen: Eine mittelmäßige Saison verzeichnete Siegfried Baldauf am Fluckenlift. Allein im Januar seien 14 Tage wegen zu mildem Wetter ausgefallen.

Iberg-Lift Maierhöfen: Auch der Betreiber des zweiten Lifts in Maierhöfen, Franz Immler, sprach von einem durchwachsenen Winter. 38 Betriebstage verzeichnete er. Nach dem Dreikönigstag musste er den Betrieb jedoch einstellen. «Es war keine Beschneiung möglich.»

Hochsträßlift Oberreute: «Wir hatten etwa 85 Betriebstage», berichtet Mario Schwendinger, der Betreiber des Lifts in Oberreute. «Trotz des milden Wetters, insbesondere im Januar und Februar, können wir eigentlich ganz zufrieden sein. Besser als durchschnittlich war diese Saison jedoch nicht.»

Luggi-Leitner-Lift Möggers/Scheidegg: «Es gab zu wenig Schnee», bestätigt auch Josef Eienbach, Geschäftsführer des Luggi-Leitner-Lifts in Möggers. Mit 87 Betriebstagen sei der Verlauf gut, allerdings deutlich schlechter als im vergangenen Winter gewesen. «Momentan denken wir über Änderungen im Liftbetrieb nach. Konkretes ist jedoch noch nicht entschieden», so Eienbach.

Straußberglift Ellhofen: «Diese Saison hat ein absolutes Defizit ergeben», klagt Alfons Huber, einer der 15 Teilhaber des Kinderlifts in Ellhofen. «Das Problem ist, dass die meisten Ellhofer Eltern ihre Kinder in andere Orte fahren - das ist frustrierend», erklärt er. Es sei fraglich, ob die 15 Teilhaber nächstes Jahr den Betrieb fortführen. «Wir überlegen, den Skilift an andere Betreiber abzugeben», sagt Alfons Huber.

Oberberglifte Simmerberg: «Bereits am 27. November konnten wir unsere Lifte eröffnen. Das ist sehr früh», sagt Stefan Kierok, Geschäftsführer des Simmerberger Lifts. «Das waren gute Voraussetzungen.» Hinzu kamen schneereiche Weihnachtsfeiertage. Doch auch in Simmerberg musste der Liftbetrieb nach dem 6. Januar eingestellt werden. «Erst am 30. Januar konnten wir den Lift noch einmal für fünf Tage öffnen», sagt Kierok.

Auf 32 Betriebstage kommen so die Oberberglifte. «Nahezu doppelt so viele Tage wären nötig gewesen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.»

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