Internet
Digitale Kluft soll kleiner werden - Lehrer, Eltern und Schüler wollen zusammenarbeiten

'Wow', 'twittern', 'Freunde adden' und 'Like it' – für junge Menschen zwischen 13 und 29 Jahren sind das gängige Begriffe aus ihrem Alltag. Doch die meisten Leute jenseits der 30 schauen nur verständnislos.

Denn: Es gibt eine Kluft zwischen jenen, die mit neuen Medien wie dem Internet groß geworden sind (den "Digitale Natives"), und den "Digital Immigrants" die diese Technik erst im Laufe ihres Erwachsenenalters kennengelernt haben. Diese Kluft soll auch im Landkreis überwunden werden. Das hat sich der Arbeitskreis "Medienkompetenz" zum Ziel gesetzt. Damit das möglich wird, soll es auch ein Lernen der Älteren von den Jüngeren geben.

Auf sehr unterschiedliche Resonanz stieß die Veranstaltungsreihe 'Klick it', die der Arbeitskreis Medienkompetenz im vorigen Jahr veranstaltet hat. Vor weiteren Aktivitäten stand nun zunächst die Frage, woran Bedarf besteht. Und die Antwort erhofften sich die Arbeitskreis-Mitglieder mit Walter Schmid von der kommunalen Jugendarbeit im Landkreis und Monika Schanz von 'Bildung im Fokus' von einem Treffen in Opfenbach.

Der Einladung waren rund 50 Schulleiter, Lehrer, Mitarbeiterinnen von Kindertagesstätten, aber auch Vertreter der Schülermitverwaltung (SMV) gefolgt. Und sie gaben eine eindeutige Antwort: Lehrer und Eltern sollten fit gemacht werden hinsichtlich den Aktivitäten der jüngeren Generation im Internet. Und sie wünschen sich dazu neben einem Referentenpool, der möglichst rasch aufgebaut werden sollte, auch ein Miteinander von Eltern, Lehrern und Schülern.

'Die Schüler sollten zeigen, wie es geht', war denn auch ein Ergebnis der Kleingruppenarbeit in Opfenbach. Damit zusätzlich auch Referenten finanziert werden können, sollen Sponsoren gefunden werden. Wobei auch festgestellt wurde: 'Vorträge sind gut, kompetente Lehrer sind besser.'

Einen Schritt weiter sind die Nachbarn in Vorarlberg. Dort gibt es das, auch aus EU-Mitteln finanzierte, Projekt 'Gateway', über das Johannes Rinderer berichtete. Er weiß: 'Computerspiele rücken mehr in den Hintergrund. Soziale Netzwerke wie Facebook spielen eine immer größere Rolle.'

Dort verbringen Jugendliche inzwischen rund die Hälfte ihrer Computerzeit. Immer größer werde die Bedeutung von Smartphones, die immer und überall den Zugang zum Internet ermöglichen. Jeder vierte Jugendliche habe bereits negative Erfahrungen mit beleidigenden Texten, Bildern oder Videos im Internet gemacht.

Der Bedarf, den Nachwuchs zu schützen, sei daher groß. Dies könne, so Rinderer, aber nur gelingen, wenn sich Eltern über die Gefahren des Internets bewusst seien.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen